Beim Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen wartet heute auf die Bergischen in der Handball-Bundesliga eine große Aufgabe.

Beim Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen wartet heute auf die Bergischen in der Handball-Bundesliga eine große Aufgabe.
Heute steht Björgvin Gustavsson wieder im Tor des BHC den Rhein-Neckar Löwen gegenüber. Auf den Torhüter kommt es besonders an.

Heute steht Björgvin Gustavsson wieder im Tor des BHC den Rhein-Neckar Löwen gegenüber. Auf den Torhüter kommt es besonders an.

Stefan Fries

Heute steht Björgvin Gustavsson wieder im Tor des BHC den Rhein-Neckar Löwen gegenüber. Auf den Torhüter kommt es besonders an.

Eine knappe 24:26-Niederlage musste der Bergische HC in der Hinrunde gegen die Rhein-Neckar Löwen, den amtierenden Deutschen Meister und aktuellen Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, einstecken. „Wir haben damals trotzdem nicht gut gespielt“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze im Rückblick. Heute muss der BHC in der SAP-Arena wieder gegen den großen Favoriten ran, der bei nur einem Punkt Vorsprung vor Verfolger SG Flensburg bis in die Haarspitzen motiviert sein dürfte.

Eine weitere Niederlage mit zwei Toren Rückstand wäre gar nicht so nicht schlecht aus Sicht der Bergischen, denn sollte der BHC mit drei Toren oder mehr verlieren, rutscht er hinter den HBW Balingen-Weilstetten auf einen Abstiegsplatz. Eine hohe Schlappe gegen die Rhein-Neckar Löwen würde dem BHC sogar sehr weh tun, weil das Torverhältnis im Abstiegskampf eine große Rolle spielen könnte.

„Ich bin noch nie mit dem Ziel in eine Partie gegangen, das Spiel knapp zu verlieren. Das würde sicherlich in die Hose gehen. Wir wollen auch dieses Spiel möglichst gewinnen. Die Grundidee muss sein, dass wir gegen die Rhein Neckar Löwen unser bestes Spiel abliefern“, sagt Sebastian Hinze. Davon war der BHC laut Hinze im Hinspiel weit entfernt, denn obwohl die Gastgeber in der Uni-Halle am Ende noch Ergebniskosmetik betreiben konnten, war die Partie früh entschieden, da sich der BHC einige Schwächephasen leistete, die von dem eingespielten Team der Rhein-Neckar Löwen konsequent ausgenutzt wurden.

„Wir haben uns eine gewisse Sturheit erarbeitet.“

Sebastian Hinze, BHC-Trainer

„Mit absoluter Disziplin wollen wir solche Negativphasen im Spiel so weit wie möglich begrenzen“, lautet die Vorgabe an die Spieler. Da sei die Mannschaft auf einem guten Weg: „Wir haben uns zuletzt eine gewisse Sturheit erarbeitet, unseren Plan auch weiterzuverfolgen, wenn es einmal nicht so läuft.“

Mit Sturheit allein lassen sich die gesundheitlichen Probleme einiger Spieler allerdings nicht beheben, da ist medizinische Hilfe gefragt. So ist der Einsatz von Jan Artmann, Arnor Gunnarsson und Maximilian Bettin aufgrund von Erkältungskrankheiten fraglich. Kristian Nippes (Handprellung) und Tomas Babak (muskuläre Probleme im Rücken) waren zuletzt angeschlagen, sind aber heute wieder einsatzfähig. Ace Jonovski konnte im Gegensatz zu einer Reihe von Mitspielern in der vergangenen spielfreien Woche das komplette Trainingsprogramm absolvieren. Für den Abwehrstrategen wäre es nach einer langwierigen Wadenverletzung der erste Einsatz in diesem Jahr.

Zumindest im Hinterkopf dürfte das nächste Heimspiel des BHC am kommenden Samstag gegen Wetzlar bei den Planungen für die Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen eine Rolle spielen. Während gegen den haushohen Favoriten in Mannheim die Aussichten auf einen Erfolg eher theoretischer Natur sind, beginnen am Samstag (Anwurf 19 Uhr, Uni-Halle) im Spiel gegen Wetzlar die Wochen der Wahrheit für den BHC. Durch die jüngsten Erfolge der direkten Konkurrenten im Abstiegskampf hat sich die Lage der Bergischen weiter zugespitzt. Kein Grund zur Panik, findet Hinze. „Wenn wir unsere Lage vor acht oder zehn Wochen sehen, dann dürfen uns jetzt die Ergebnisse von anderen nicht stressen. Wir haben es weiterhin selbst in der Hand. Das ist eine schöne Ausgangssituation, die wir uns hart erarbeitet haben. Und dass wir weitere Punkte holen müssen, war uns schon vor dem vergangenen Wochenende klar.“

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