Tomas Babak setzte die Abwehr der Rhein-Neckar Löwen nicht nur wegen seiner fünf Treffer unter Druck.
Tomas Babak setzte die Abwehr der Rhein-Neckar Löwen nicht nur wegen seiner fünf Treffer unter Druck.

Tomas Babak setzte die Abwehr der Rhein-Neckar Löwen nicht nur wegen seiner fünf Treffer unter Druck.

Michael Bermel/Eibner-Pressefoto

Tomas Babak setzte die Abwehr der Rhein-Neckar Löwen nicht nur wegen seiner fünf Treffer unter Druck.

Wuppertal. Das ist nichts für schwache Nerven: Fünf Spiele bleiben dem Bergischen HC noch, um nach der knappen 28:31-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen am Mittwochabend die Abstiegsränge wieder zu verlassen. Die erste Chance bietet sich dem BHC am Samstag (Anwurf 19 Uhr) in der Uni-Halle, wenn es gegen den Tabellensechsten HSG Wetzlar geht. Nach 29 Spieltagen liegen noch fünf Clubs im Tabellenkeller dicht beieinander. Während der HSC Coburg als erster Absteiger festzustehen scheint, spielen der VfL Gummersbach (19:39-Punkte), der TVB Stuttgart (17:39), HBW Balingen-Weilstetten (17:41), der Bergische HC (17:41) und der TBV Lemgo (16:42) die weiteren beiden Absteiger noch aus.

Wie knapp es zugeht, verdeutlicht die Lage des BHC, der wegen des im Vergleich zu Balingen um einen Treffer schlechteren Torverhältnisses am Mittwoch auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist. Dem Selbstvertrauen der Bergischen hat die Partie in der SAP-Arena in Mannheim trotz der Niederlage gegen den Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen nicht geschadet. Mit einigen Minuten Abstand zu der Partie richteten die Spieler wieder den Blick nach vorne – auf das Schlüsselspiel gegen Wetzlar.

„Es ist ein bisschen bitter, wir hätten wohl einen Punkt verdient gehabt“, sagte Mittelmann Tomas Babak, der fortfuhr: „Aber wenn wir so weitermachen, dann habe ich keine Angst. Dann werden wir die nötigen Punkte holen.“ Anerkennung für die gelungene Vorstellung beim haushohen Favoriten gab es vom Sportlichen Leiter Viktor Szilágyi: „Wir haben es gut gemacht. Der ein oder andere Spieler hat sich Selbstvertrauen holen können.“ Bezeichnend für das gute Spiel des BHC war die Auszeichnung von Mikael Appelgren, Torhüter der Gastgeber, zum besten Spieler des Tages. Wobei die Wahl auch auf Björgvin Gustavsson hätte fallen können, der im Tor des BHC seine Mannschaft mit glänzenden Paraden im Spiel hielt. Erst fünf Minuten vor dem Spielende hatte sich der amtierende Deutsche Meister absetzen können.

Arnor Gunnarsson und Jan Artmann sind wieder dabei

Beim Gastspiel in Mannheim musste der BHC auf seine Flügelzange Jan Artmann und Arnor Gunnarsson verzichten, die beide wegen grippaler Infekte ausfielen. Am Samstag werden sie voraussichtlich wieder dabei sein. Gestern stiegen beide wieder ins Mannschaftstraining ein. „ Mit einer dosierten Belastung, damit sie das gut wegstecken können“, kündigte BHC-Trainer Sebastian Hinze an.

Die Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen hat Hinze abgehakt, die volle Konzentration gilt der Partie am Samstag gegen Wetzlar. „Das ist ein starker Gegner, der völlig berechtigt auf dem sechsten Tabellenplatz steht. Die schaffen es, im Verlauf eines Spiels immer kompakter in der Abwehr zu werden, und sind ein Team, bei dem man auf Tricks und Varianten gefasst sein muss.“ Im Hinspiel in Wetzlar hatte der BHC gewonnen. Damals bot Hinze eine Rumpftruppe auf, die mit einer Energieleistung den Gegner überraschte und für zwei wichtige Punkte sorgte. Am Samstag steht dagegen fast der komplette Kader zur Verfügung, vor allem die Bank ist besser besetzt. Die Zuschauer dürfen sich also auf einen Handball-Krimi freuen – auf die Mannschaft wartet wieder ein hartes Stück Arbeit.

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