Sieben Bayer-Teams beim NRW-Finale der Jugend-Mannschaftsmeisterschaft in der Schwimmoper.

Wuppertal. Richtig laut wird es am Samstag und Sonntag in der Schwimmoper, wenn dort das NRW-Finale der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Jugend (DMSJ) stattfindet. Es gibt im Schwimmkalender keinen anderen Wettkampf, bei dem eine solch ohrenbetäubende Stimmung aufkommt. Das liegt daran, dass ausschließlich Staffeln geschwommen werden. In jeweils vier Altersklassen bei der weiblichen und männlichen Jugend sowie der E-Jugend, in der wo die Mannschaften mit Mädchen und Jungen gemischt schwimmen, werden die neuen Titelträger im Landesverband NRW ermittelt. Auf dem Programm stehen jeweils 4 x 100-m-Staffeln in Freistil, Brust, Rücken und Schmetterling sowie eine 4 x 100-m-Lagenstaffel.

Neben Titeln geht es um die Qualifikation für das Bundesfinale

Gastgeber SG Bayer hat sich in allen Jahrgängen von D- bis A-Jugend mit jeweils einer weiblichen und einer männlichen Mannschaft sowie in der E-Jugend mit einer gemischten qualifiziert. Nach Ergebnissen der Bezirksentscheidungen schwimmen die weibliche C-Jugend sowie die Mädchen und Jungen der B- und A-Jugend sogar um Titel mit.

„Es wäre natürlich Klasse, wenn wir uns bei unserer letzten Teilnahme noch einmal für das Bundesfinale in Hannover qualifizieren könnten“, sagt Jan Delkeskamp, der den starken 1999er Jahrgang der SG Bayer anführt und versichert: „Staffel ist immer etwas Besonderes.

Lautstärke von den Rängen ist er noch aus Berlin gewohnt, wo er vor zwei Wochen bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften am historischen 200-Meter-Brust-Weltrekordrennen mit Marco Koch teilgenommen hatte. „Natürlich habe ich mitgekriegt, wie das Publikum auf der Tribüne immer lauter geworden ist und auch die Durchsagen gehört, dass Marco auf Weltrekordkurs liegt“, berichtet der 17-Jährige. Er hatte sich davon ebenfalls motivieren lassen und mit Platz sechs und einer neuen persönlichen Bestzeit im A-Finale einen seiner bisher größten Erfolge feiern durfte. Viele Glückwünsche hatte es bereits am Morgen gegeben, als er sich mit neuer persönlicher Bestzeit ins A-Finale geschwommen und ganz nebenbei den Juniorentitel für den Doppeljahrgang 1999/2000 eingeheimst hatte.

Die DMSJ am Wochenende ist für ihn und seine Kollegen der letzte sportliche Höhepunkt in diesem Jahr. Dafür hatte die Mannschaft in der vergangenen Woche noch einmal hart trainiert. Delkeskamp, der in die elfte Klasse des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums geht, musste dazu in diesen Tagen noch etliche Klausuren schreiben. „Momentan funktioniert aber alles gut, ich hoffe, dass ich an meine Leistungen von Berlin anknüpfen kann. Michael Bryja hatte mich da auf den Punkt in Bestform gebracht“, sagt der 17-Jährige.

Bryja selbst will die Erwartungen für das Wochenende generell nicht zu hoch schrauben: „In der vergangenen Woche waren noch viele Sportler krank. Hinter dem Einsatz von einigen steht noch ein Fragezeichen.“ Ziel sei es, sich mit möglichst vielen Mannschaften für das Bundesfinale zu qualifizieren. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag und Sonntag jeweils um 11 Uhr.

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