Beim 28. Südhöhenturnier des SSV Sudberg besiegt der Oberligist im Finale den starken ASV Wuppertal. Beyenburg sorgt mit Platz drei für die größte Überraschung.

Beim 28. Südhöhenturnier besiegt der Fußball-Oberligist im Finale den starken ASV Wuppertal. Beyenburg sorgt mit Platz drei für die größte Überraschung.
Mit der besten Mischung aus Technik und Athletik wurde Fußball-Oberligist Cronenberger SC verdienter Turniersieger.

Mit der besten Mischung aus Technik und Athletik wurde Fußball-Oberligist Cronenberger SC verdienter Turniersieger.

Otto Krschak

Mit der besten Mischung aus Technik und Athletik wurde Fußball-Oberligist Cronenberger SC verdienter Turniersieger.

Wuppertal. Fast hatte es am späten Donnerstagabend so ausgesehen, als ob Issa Issa, der bis dahin überragende Schütze des Turniers, mit dem ASV auch Titelverteidiger und Top-Favorit Cronenberger SC ein Schnippchen würde schlagen können. Im Finale des 28. Südhöhenturniers brachte der ehemalige Oberligaspieler den Bezirksligisten mit seinem 13. Turniertor schnell in Führung. Doch der CSC blieb ruhig, kam durch das zehnte Turniertor des guten Marvin Mühlhause zum Ausgleich und explodierte nach 15 hochspannenden Minuten in der gut gefüllten Alfred-Henckels Halle dann noch regelrecht. Der feine Techniker Tarkan Türkmen sorgte 32 Sekunden vor dem Abpfiff für den 2:1-Siegtreffer.

Issa Issa und Ruzic bilden beim ASV ein starkes Hallenduo

Dass der Oberligist seinen Titel würde verteidigen können, durfte man erwarten. Dass Issa Issa und Sturmpartner Alen Ruzic (acht Treffer) das gefährlichste Duo der zwei Tage war, kam auch nicht gänzlich unerwartet. Doch es gab auch Überraschungen. So sicherte sich mit dem TSV Beyenburg ein A-Kreisligist Platz drei. „Eure Chance liegt bei zehn Prozent“ hatte Trainer Michele Velardi seinen Jungs vor dem Viertelfinalspiel gegen den Mitfavoriten FSV Vohwinkel gesagt. Der Landesligist war mit 15 Punkten scheinbar mühelos durch die fünf Spiele der Gruppenphase marschiert. Beyenburg war mit sechs Punkten gerade noch Vierter in der Parallelgruppe geworden, was die Kreisliga-Kicker und ihr Trainer schon mit Freude zur Kenntnis genommen hatten. Doch das kaum Glaubliche geschah. Die hundertprozentig konzentrierten Beyenburger führten durch Mark Schmidt 1:0. Der Landesliga-Zweite Vohwinkel drehte den Spieß danach um, wollte die Partie bei 3:2 kurz vor Schluss aber im Schongang über die Zeit bringen. Jannis Hinze glich mit einem Gewaltschuss zum 3:3 aus und zwang den Favoriten ins Neunmeter-Schießen. Ein Lotteriespiel, das Marwin Hinze, der zwei Meter lange TSV-Keeper, mit einer Glanzparade entschied, als er Dustin Kinklers Flachschuss parierte.

Nicht deshalb war Vohwinkels Trainer Marc Bach nachher allerdings stocksauer. „Bei allem Respekt vor der guten Leistung des Kreisligisten, aber vor dem 0:1 und dem 2:3 werden meine Spieler klar gefoult. Christos Kostikidis wird in die Bande gedrückt und verletzt sich am Ellenbogen“, regte er sich über die Schiedsrichter Frank Fenn auf und ergänzte: „Hier wird mit dem kleinen, sprungreduzierten Futsal gespielt, dann muss der Schiedsrichter die Spieler auch wie beim Futsal schützen.“ Nachdem der FSV im vergangenen Jahr bereits Sebastian Jansen mit Verletzung auf den Südhöhen verloren habe, werde man im kommenden jahr nicht mehr mitspielen.

„Eigentlich ist mir die Halle total egal, aber blamieren wollen wir uns auch nicht“, hatte Grün-Weiß-Trainer Luciano Velardi, der Bruder des glücklichen Beyenburg-Coaches, nach dem total verkorksten ersten Turniertag gesagt, als die Grün-Weißen mit null Punkten zurück zum Höfen fuhren. Mit einem erheblichen verstärkten Team ging es in die zweite Phase, und das Altherren-Team von Jägerhaus-Linde um Trainer Björn Joppe musste mit 1:8 dran glauben. „Das sieht schon besser aus“, so Velardi, dessen Mannschaft sich dank dieser Torflut noch ins Viertelfinale hievte, dort dann aber gegen den Cronenberg SC den Kürzeren zog.

Endlich mal wieder Strahlen konnte Clark Schworm, Trainer des abstiegsbedrohten Bezirksligisten SC Sonnborn. „Endlich sind wir mal nicht in der Vorrunde ausgeschieden“, freute er sich zunächst über Platz drei in der Gruppe und jubelte trotz Krankheit am lautesten, als Fatos Jefkay im Viertelfinale gegen Ronsdorf in letzter Sekunde der 4:3-Siegtreffer gelang.Am Ende wurde der SCS guter Vierter.

Gruppe 1 1. FSV Vohwinkel 15 Punkte, 21:6 Tore, 2. ASV 10 P., 19:13 T., 3. Sonnborn 10 P., 20:18 T., 4. Grün-Weiß 3 P., 17:20 T.; 5. SSV Sudberg 3 P., 19:24 T.; 6. Linde 3 P., 12:24 T.

Gruppe 2 1. Cronenberger SC 15 Punkte, 31:7 Tore; 2. TSV Ronsdorf 12 P., 19:13 T.; 3. TSV Union 7 P., 1:4 T.; 4. TSV Beyenburg 6 P., 15:13 T.; 5 SV Bayer 4 P., 15:27 T., 6. SSV Germania 0 P., 9:28 T.

Achtelfinals Vohwinkel - Beyenburg 4:5 (3:3) n.9m-Schießen 
ASV Wuppertal – TSV Union 4:3
Sonnborn – TSV Ronsdorf 4:3
Grün-Weiß – Cronenberger SC 4:2

Halbfinals TSV Beyenburg – ASV Wuppertal 0:3
SC Sonnborn – Cronenberger SC 0:5

Platz 3 (Neunmeterschießen)
TSV Beyenburg – SC Sonnborn 4:2

Finale ASV Wuppertal Cronenberger SC 1:2

Frank Fenn, Stefan Rinow, Pascal Klein

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer