Am Carl-Duisberg-Gymnasium sind im Sport-Leistungskurs der Jahrgangsstufe zwölf derzeit ungewöhnlich viele hochklassige Talente versammelt.

Schulsport
Christopher Bootz (l.), mehrfacher Deutscher Meister im Canadier-Fahren, Zweitliga-Volleyballer Florian Mönikes (2.v.r.) und Junioren-WM-Teilnehmer Max Mral (3.v.r.) sind die herausragendsten von vielen hochklassigen Sportlern des Sport-Leistungskurses der Stufe zwölf am Carl-Duisberg-Gymnasium.

Christopher Bootz (l.), mehrfacher Deutscher Meister im Canadier-Fahren, Zweitliga-Volleyballer Florian Mönikes (2.v.r.) und Junioren-WM-Teilnehmer Max Mral (3.v.r.) sind die herausragendsten von vielen hochklassigen Sportlern des Sport-Leistungskurses der Stufe zwölf am Carl-Duisberg-Gymnasium.

Andreas Fischer

Christopher Bootz (l.), mehrfacher Deutscher Meister im Canadier-Fahren, Zweitliga-Volleyballer Florian Mönikes (2.v.r.) und Junioren-WM-Teilnehmer Max Mral (3.v.r.) sind die herausragendsten von vielen hochklassigen Sportlern des Sport-Leistungskurses der Stufe zwölf am Carl-Duisberg-Gymnasium.

Wuppertal. Wenn Monika Thiem-Buschhaus für die Zwölftklässler in ihrem Sport-Leistungskurs am Carl-Duisberg-Gymnasium einen kompetenten „Vorturner“ benötigt, kann sie auf einen großen Fundus zurückgreifen. Christopher Bootz (KSG Wuppertal) ist mehrfacher Deutscher Jugendmeister im Canadier, Schwimmer Max Mral (SV Bayer) Medaillengewinner bei Junioren-Europameisterschaften, Florian Mönikes spielt im Zweitliga-Volleyball-Team der Titans.

Mit Johanna Buschhaus, Melina Otte und Kristin Meyer (JSG-Wuppertal, A-Jugend-Regionalliga) im Handball sowie Wiebke Neuhaus (VfL Bochum, Regionalliga) im Fußball gibt es weitere Spezialisten, die aus dem Gros der sporttalentierten Schüler noch ein wenig herausragen. Die aktuelle Schwerpunktsportart Basketball kann Hannah Safa bestens demonstrieren, die in der Oberliga beim BTV und in der U 19-NRW-Liga beim Herner TC spielt.

„Das ist schon ein ungewöhnlich starker Kurs“, bestätigt Monika Thiem-Buschhaus, die seit 1984 am CDG die Fächer Sport und Erdkunde unterrichtet. Dass immer wieder mal Spitzensportler zu den Schülern gehören, ist indes nicht ungewöhnlich. So kann sie sich auch noch an Basketballgrößen aus der Glanzzeit des BTV wie Isabelle Comtesse oder Andrea Harder erinnern.

Schüler bringen Disziplin aus ihrem Sport mit

Motivationsprobleme gibt es kaum, obwohl die meisten ihrer Schützlinge bereits im Verein viele Stunden mit Sport verbringen. Allen voran Max Mral, der zehn Trainingseinheiten pro Woche absolviert, an vier Tagen bereits vor dem Unterricht das erste Mal ins Schwimmbecken steigt.

„Gerade die Spitzensportler sind Disziplin gewohnt, da gibt es im Unterricht selten Meckerei“, sagt Thiem-Buschhaus. Hier wird ja auch keine Kondition gebolzt. Dass sie den Cracks in ihrer jeweiligen Sportart kaum mehr etwas beibringen kann, spielt auch weniger eine Rolle. „Es geht ja darum, viele Sportarten kennenzulernen und mitzubekommen, wie man sie anderen beibringt“, sagt Christopher Bootz.

Sportbefreit wegen Verletzung: Oft sind es die Fußballer

Das CDG ist das einzige Wuppertaler Gymnasium, das einen Leistungskurs Sport anbietet. Fünf Wochenstunden stehen auf dem Lehrplan.

Wer den Leistungskurs Sport wählt, muss Mathematik als eines von drei weiteren Abiturfächern wählen.

Hannah Safa sieht es sogar umgekehrt: „Unser eigener Sport ermöglicht es uns erst, diesen Kurs zu belegen.“ Für alle ist der Sport eben auch Hobby – teilweise ein gefährliches. „Nach den Wochenenden haben wir schon die einen oder anderen Ausfälle zu beklagen“, verrät Monika Thiem- Buschhaus. Fußballer seien besonders oft betroffen. Die aktuelle „Verletztenbank“ scheint sie zu bestätigen. Da sitzen neben der Handballerin Kristin Meyer (Knieschaden) die Kicker Wiebke Neuhaus (Knöchelverletzung) und Christopher Krüger vom ASV (Rippenprellung).

Die sportlichen Ambitionen der Schüler unterstützt das CDG, auch wenn es Unterricht betrifft. Freistellungen für Wettkämpfe oder auch mal Trainingslager in der Schulzeit sind in der Regel kein Problem. Da werden auch mal Extra-Klausurtermine oder Nachhilfe organisiert.

Anders als bei jüngeren Schülern, ist der Nachmittagsunterricht bis 16 Uhr in der Regel kein Problem für das Training im Verein, das meist erst am Abend beginnt. Eine Ausnahme bildet nur Volleyballer Florian Mönikes, der mit den Titans auch eine Vormittagseinheit hat, die er nicht mitmachen kann. Dafür gibt es für den 17-Jährigen bei den Heimspielen regelmäßig Unterstützung von den Klassenkameraden. „Klar besuchen wir uns gegenseitig, wenn es geht“, sagt Christopher Bootz, der auch beim Basketball und Fußball schon auf der Tribüne saß, wenn unten Klassenkameraden spielten. Das Angebot ist jedenfalls hochklassig.

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