Handball-Zweitligist Bergischer HC verliert seinen Sportlichen Leiter. Zum Jahresende wechselt Viktor Szilágyi zu Rekordmeister THW Kiel.

Pressekonferenz BHC, Bergischer HC
Viktor Szilágyi (r.) übernimmt in der kommenden Saison das Amt des Sportlichen Leiters bei Bundesligist und Rekordmeister THW Kiel.

Viktor Szilágyi (r.) übernimmt in der kommenden Saison das Amt des Sportlichen Leiters bei Bundesligist und Rekordmeister THW Kiel.

Fischer, Andreas (f22)

Viktor Szilágyi (r.) übernimmt in der kommenden Saison das Amt des Sportlichen Leiters bei Bundesligist und Rekordmeister THW Kiel.

Wuppertal. Handball-Zweitligist Bergischer HC verliert zum Jahresende seinen Sportlichen Leiter. Wie am Donnerstag bekannt wurde, verlässt Viktor Szilágyi den BHC Richtung Norddeutschland.Der 39-Jährige übernimmt ab dem 1. Januar 2018 das Amt des Sportlichen Leiters bei Bundesligist und Rekordmeister THW Kiel. "Bis es soweit ist, Servus zu sagen, werde ich für den Bergischen HC weiterhin alles geben“, sagte Szilágyi. 

"Viktor Szilagyi kennt den THW Kiel, die Stadt und das Umfeld. Er wird kaum Eingewöhnungszeit brauchen und uns direkt unterstützen können", freut sich Kiels Aufsichtsratsvorsitzender Ziegenbein, der sich ausdrücklich beim Bergischen HC für die Zusammenarbeit und die unkomplizierte Einigung bedankt: "Das ist nicht selbstverständlich." Szilagyi unterschrieb beim THW Kiel einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022.

BHC-Beirat Jörg Föste sieht den Wechsel so: „Viktor hat den Bergischen HC in der jüngsten Phase entscheidend geprägt – vor allem als langjähriger Kapitän und unumstrittener Führungsspieler. Dafür gebührt ihm unser Dank und unsere Wertschätzung über die Tagesaktualität hinaus. Wir bedauern seine Entscheidung, da er sich in seine neue Aufgabe, für die er sich bereits 2013 entschieden hatte, nun immer besser hineingearbeitet hat. Gleichwohl haben wir seinen Schritt zu akzeptieren, da ein langfristiger Kontrakt bei einem Club in Rede steht, dem Viktor ebenfalls emotional verbunden ist. Wir wünschen seiner Familie und ihm alles erdenklich Gute.“

Der Österreicher ungarischer Herkunft steht seit 2012 in Diensten der Bergischen Handballer, zunächst vier Jahre "auf der Platte", dann in Doppelfunktion als Spieler und Sportdirektor. Zuletzt war Szilágyi ausschließlich als Sportlicher Leiter beim BHC aktiv und hat maßgeblichen Anteil an der Zusammenstellung des aktuellen Zweitliga-Kaders, mit dem der BHC jüngst den direkten Wiederaufstieg in die stärkste Lige der Welt als Ziel ausgegeben hat.  ull/gh

Der österreichische Rekordnationalspieler, der seine Karriere bei den Vereinen Union St. Pölten und ATSV Innsbruck begann, streifte erstmals im Jahr 2000 sein Trikot in Deutschland beim TSV Bayer Dormagen (bis 2001) über und absolvierte weitere Stationen bei TUSEM Essen (2001 bis 2005), dem THW Kiel (2005 bis 2008), dem VfL Gummersbach (2008 bis 2010) und bei der SG Flensburg-Handewitt (2010 bis 2012), ehe er beim Bergischen HC seit nunmehr fünfeinhalb Jahren den längsten Abschnitt seiner Karriere bestreitet – sowohl als Spieler und seit dem Ende seiner aktiven Karriere im Sommer 2016 erstmals in offizieller Funktion als sportlicher Leiter der Bergischen Löwen.

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