BHC-Trainer Sebastian Hinze blickt zum Start des Wintertrainings auf die Restsaison.

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Trainer Sebastian Hinze beobachtet Christian Hoße beim Krafttest. Zum Trainingsauftakt nach der Weihnachtspause stand erst einmal die Leistungsdiagnostik im Mittelpunkt

Trainer Sebastian Hinze beobachtet Christian Hoße beim Krafttest. Zum Trainingsauftakt nach der Weihnachtspause stand erst einmal die Leistungsdiagnostik im Mittelpunkt

Stefan Fries

Trainer Sebastian Hinze beobachtet Christian Hoße beim Krafttest. Zum Trainingsauftakt nach der Weihnachtspause stand erst einmal die Leistungsdiagnostik im Mittelpunkt

Wuppertal. Nach 17-tägiger Weihnachtspause ist Handball-Erstligist Bergischer HC am Dienstag mit Sprungkraft- und Ausdauertests in die Vorbereitung auf die restlichen 15 Saisonspiele eingestiegen. Nach der WM-Pause wird der Tabellen-Zwölfte am 11. Februar bei den Rhein-Neckar Löwen sein erstes Spiel bestreiten. Wir spachen mit Trainer Sebastian Hinze.

Haben Sie in der Pause etwas Abstand zum Handball finden können?

Sebastian Hinze: Ja, bis ins neue Jahr habe ich mich gar nicht mit Handball beschäftigt, bin danach langsam in die Planung der Vorbereitung eingestiegen und habe drei Tage beim Lehrgang des Junioren-Nationalteams in Warendorf hospitiert, an dem ja auch Moritz Preuss teilgenommen hat. Die Pause war wichtig, jetzt freue ich mich darauf, wieder mit meinen Spielern zu arbeiten.

Mit etwas Abstand, wie sieht ihr Fazit der ersten 21 Saisonspiele aus?

Hinze: Wir haben insgesamt erreicht, was wir wollen, es vor allem geschafft, Konstanz in unsere Leistungen zu bringen. Einen Negativlauf wie in der vergangenen Saison konnten wir vermeiden, haben nur einmal drei Spiele in Folge verloren. Sicher gab es einige Ausreißer nach oben und nach unten. Die nach unten vornehmlich auswärts.

Was folgt daraus für Sie für die Wintervorbereitung?

Hinze: „Wir wollen nicht zufrieden sein. Das ist ganz wichtig. Dazu müssen wir uns auf ein gutes körperliches Niveau bringen. Dass wir da weiter sind, als vor einem Jahr, hat sich im November und Dezember gezeigt. Außerdem will ich die Vorbereitung nutzen, um Milos Dragas noch mehr ins Spielsystem zu integrieren.

Zu Hause hat der BHC eine tolle Bilanz, auswärts erst einen Punkt geholt. Wie wollen Sie darauf reagieren?

Hinze: Wir haben immer gesagt, dass wir nur eine Chance haben, wenn unser Abwehrsystem funktioniert. Das war vornehmlich auswärts nicht der Fall, deshalb werden wir eventuell eine zweite Variante hinzunehmen. Grundsätzlich muss man aber auch sagen, dass wir auswärts bisher bis auf eine Ausnahme – in Erlangen, wo wir auch gepunktet haben – gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel gespielt haben. Die Bilanz hat also auch etwas mit der Qualität der Gegner zu tun.

Und zum Auftakt nach der WM-Pause geht es gleich zu den Rhein-Neckar-Löwen.

Hinze Das wird sicher schwer. Aber danach haben wir mit Minden auswärts einen Gegner, der mit uns auf Augenhöhe ist und wo wir etwas holen wollen.

Vier BHC-Spieler sind bei der WM dabei. Ist der BHC damit mehr oder weniger beeinträchtigt als Mitkonkurrenten?

Hinze Jeder ist betroffen. Aber die Frage stellt sich für mich nicht. Wir sind stolz darauf, Nationalspieler zu haben. Sie repräsentieren den Verein schließlich und ziehen daraus neue Motivation. Mit den Spielern, die hier sind, müssen wir in der Vorbereitung das Optimum herausholen und das zusammenfügen, wenn unsere WM-Fahrer zurückkehren.

Was trauen Sie Ihren Spielern mit Österreich und Island bei der WM zu?

Hinze: Beiden Teams traue ich zu, die Gruppenphase zu überstehen und ins Achtelfinale zu kommen. Danach wird es für jeden sehr, sehr schwer.

Was denken Sie, wie viele Punkte man in dieser Bundesligasaison bei 19 Teams und vier Absteigern zum Klassenerhalt braucht?

Hinze: Das ist schwer zu sagen. Wir haben in der Hinrunde 15 Punkte geholt. Das möchten wir auch in der Rückrunde schaffen, dann haben wir eine sehr gute Saison gespielt. Mit 4:2-Punkten aus den ersten drei Spielen der Rückrunde haben wir da einen guten Anfang gemacht.

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