Der starke Dritte brachte dem Spitzenreiter der 2. Handball Bundesliga mit 25:27 die zweite Saisonniederlage bei.

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Auf den Knien verwandelt BHC-Kreisläufer Max Darj hier. Am Ende kassierte der BHC aber seine zweite Saisonniederlage.

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Wuppertal/Solingen. Auf sensationelle 14 Punkte Abstand wollte der Bergische HC seinen Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz gegen den ASV Hamm-Westfalen ausbauen. Doch der seit elf Spielen ungeschlagene Tabellendritte machte den Löwen am Mittwochabend in der Klingenhalle einen Strich durch die Rechnung. Die Hammer verkürzten durch einen überzeugenden 27:25-Erfolg den Rückstand auf den Spitzenreiter auf freilich immer noch aus BHC-Sicht komfortable zehn Zähler.

Auf dem falschen Fuß wurde der BHC in der ersten Halbzeit eigentlich gar nicht erwischt. Die Westfalen verteidigten defensiv, was dem Tabellenführer in der Vergangenheit so gut gelegen hatte. Das Vertrauen ins eigene System zahlte sich für die Gäste aus. Sie warfen eine 6:3-Führung heraus und profitierten dabei von ihrer gut eingestellten Abwehr. Zwar kamen die Hausherren zu Abschlüssen, scheiterten aber oft am stets gut postierten Felix Storbeck im ASV-Gehäuse. Speziell Fabian Gutbrod tat sich trotz zweier Treffer in der ersten Halbzeit schwer.

Die Angriffsmaschine lief nicht rund

Rund lief die Angriffsmaschine aber nie, und so hatten die Löwen Glück, dass sie in der 20. Minute durch ein tolles Tor von Maciej Majdzinski in Führung gingen. Bastian Rutschmann hatte diverse freie Hammer Abschlüsse pariert. Ersetzt wurde er beim 10:12-Rückstand dennoch durch Christopher Rudeck.

Zunächst war Rudeck kein Faktor. Ihren Vorsprung bauten die Gäste zur Pause sogar noch auf 16:12 aus. Schuld daran war nicht der Keeper, sondern das weiterhin gut funktionierende Abwehr-Torhüter-Paket des ASV sowie Nachlässigkeiten der Löwen.

So verloren die Gastgeber vorne die Kugel mit ein paar leichten Fehlern. Böse war das 16. Gegentor unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff. Die Gäste erhielten einen umstrittenen Freiwurf. Während des Löwen-Protests kam Lukas Blohme völlig frei zum Abschluss.

Die Halle brodelt und der BHC startet eine Aufholjagd

Rutschmann, Rudeck (1) - Kotc (2), Artmann, Gutbrod (6), Bettin (2/1), Arnesson (4), Szücs (1), Nippes (1), Darj (2), Petrovsky (1), Criciotoiu (2), Majdzinski (1), Gunnarsson (2/1).

Storbeck, Lorger – Krieg (2), Voss-Fels, Possehl (2), Zintel (2/1), Neuhold (8), Blohme (6), Brosch (3), Sabljic (1), Schwabe (2), Huesmann, Papadopoulos (1/1)

Spielfilm 3:6 (8.), 9:8 (13.), 10:9 (13.), 10:13 (24.), 11:15 (29.), 12:16 (30.) - 13:18 (37.), 16:18 (40.), 17:21 (45.), 18:23 (47.), 23:24 (55.), 25:25 (58.), 25:27.

Siebenmeter: 2/5 - 2/2

Zeitstrafen 2 min - 8 min

Michael Kilp und Christoph Maier

2010

HG Saarlouis - Bergischer HC, Freitag, 9. März, 19.30 Uhr.

Nach Wiederanpiff kam dann schnell das Feuer in die Begegnung, das der BHC benötigte, um noch eine Chance auf die Wende zu haben. Ein harmloser Freiwurf-Pfiff brachte die 2010 Zuschauer in der Klingenhalle so in Wallung, dass es brodelte. Milan Kotrc per Gegenstoß und Linus Arnesson verkürzten auf 16:18, doch Hamm hatte die Antwort sofort parat. Christoph Neuhold traf aus dem Positionsangriff und Sekunden später per Konter.

Hinze reagierte, indem er auf den siebten Feldspieler umstellte. Mit Gutbrod, Linus Arnesson und Bogdan Criciotoiu im Rückraum war nun die geballte Wurfgewalt auf dem Feld. Der erste Angriff endete im Siebenmeter für die Bergischen, den Arnor Gunnarsson vergab. Es war bereits der dritte, den die Löwen nicht reinbekamen. Glück hatte die Mannschaft in dieser Phase wahrlich nicht. Zwei Mal Latte, und der Ball flog beim Gegenstoß ins verwaiste Löwen-Gehäuse.

Dennoch: Mit einer herausragenden kämpferischen Vorstellung kamen die Gastgeber zurück. Hinten hielt Rudeck, vorne verkürzten Criciotoiu und Gutbrod per Doppelpack auf 23:24.

BHC verpasst kurz vor Schluss die Chance, das Spiel zu drehen

Fünf Minuten vor Schluss war sie da, die Chance, doch noch zuzupacken. Aber wieder hatten die Hammer die Antwort - auch, wenn Gunnarsson noch zum 25:25 traf. Eine Fahrkarte von Gutbrod und ein Abstimmungsfehler im finalen Angriff brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Neuhold besiegelte den 27:25-Erfolg.

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