Drei BHC-Nationalspieler trafen zum EM-Start aufeinander. Isländer trafen beständig.

Drei BHC-Nationalspieler trafen zum EM-Start aufeinander. Isländer trafen beständig.
Linus Arnesson erhielt nur einen Kurzeinsatz. Archiv

Linus Arnesson erhielt nur einen Kurzeinsatz. Archiv

Andreas Fischer

Linus Arnesson erhielt nur einen Kurzeinsatz. Archiv

Während BHC-Trainer Sebastian Hinze am Freitag mit dem Restkader des Bergischen HC ganz nüchtern mit zwei Einheiten mit der Vorbereitung auf die Restrunde in der zweiten Handball-Bundesliga begann, sind BHC-Beirat Jörg Föste und die fünf mit ihren Nationalmannschaften in Kroatien aktiven Spieler voll im Europameisterschaftsfieber. „15 Grad, Sonnenschein und hier ist die Handballeuphorie allgegenwärtig“, übermittelte Föste aus Split, wo er alle sechs Vorrundenspiele der Gruppe A anschauen will.

Im Auftaktspiel trafen dort am Freitagabend die Teams von Island und Schweden aufeinander, gefolgt von der Partie der Gastgeber gegen Serbien. Zumindest in den Spielen mit Beteiligung der Kroaten werde die erst 2009 erbaute Arena mit ihren 12 500 Plätzen ausverkauft sein, so Föste.

Ganz so voll war es in der beeindruckenden Halle noch nicht, als Rechtsaußen Arnor Gunnarsson mit seinen Isländern auf die BHC-Kollegen Linus Arnesson und Max Darj im Trikot von Schweden traf – und eine faustdicke Überraschung schaffte. Mit 26:24 (15:8) besiegten die Isis, die zuvor in zwei Testspielen noch klar gegen Deutschland unterlegen gewesen waren, den Rekord-Europameister.

„Unsere Abwehr wird bei der WM stabiler stehen“, hatte Gunnarson prophezeit. Und er behielt Recht. Während die Isländer unter der überragenden Regie von Palmarsson beständig trafen, bissen sich die Schweden an der Isländischen Deckung und an Torwart Björgvin Gustavsson die Zähne aus. 15 Paraden hatte der langjährige BHC-Keeper am Ende auf seinem Konto.

Bis zum 21:11 dominierte Island klar, erst als Palmarsson die Luft ausging, kamen die Schweden heran. Dass es nicht mehr wirklich eng wurde, war unter anderem Arnor Gunnarsson zu verdanken, der fünf Minuten vor Schluss seinen Siebenmeter zum 25:21 sicher verwandelte. Mit insgesamt fünf Toren aus fünf Versuchen hatte der BHC-Rechtsaußen eine 100-prozentige Trefferquote. „Top“, urteilte Jörg Föste auf der Tribüne. Dem BHC-Schweden Max Darj attestierte er eine gute Deckungsleistung über die 45 Minuten, die er eingesetzt wurde. Linus Arnesson, für den es das erste große Turnier im Nationaldress ist, erhielt nur einen Kurzeinsatz.

Die Isländer haben in der starken Gruppe A nun gute Chancen auf einen der ersten drei Plätze, die zum Erreichen der Zwischenrunde berechtigen. Für die Schweden könnte es am Sonntag schon zum entscheidenden Spiel um Platz drei kommen, wenn sie auf Serbien treffen. Island spielt dann gegen Kroatien. Für die Tschechen um Leos Petrovsky und Milan Kotrc wäre in Gruppe D der dritte Platz und damit das Erreichen der Zwischenrunde schon ein großer Erfolg.

Am Samstag um 18.15 Uhr spielen sie gleich gegen Schwergewicht Spanien und am Montag um 20.30 Uhr dann gegen Olympiasieger Dänemark. So könnte das dritte Spiel gegen Ungarn mit Ex-Flensburg-Coach Ljubomir Vranjes auf der Trainerbank am Mittwoch vielleicht zum entscheidenden werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer