Trainer Sebastian Hinze bat am Mittwoch zum Vorbereitungsauftakt.

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Neuzugang Leos Petrovsky beim Trainingsauftakt.

Neuzugang Leos Petrovsky beim Trainingsauftakt.

Ulli Preuss

Neuzugang Leos Petrovsky beim Trainingsauftakt.

Wuppertal/Solingen. Der erste Trainingstag liegt hinter den Handballern des Bergischen HC. Rund einen Monat nach dem von grenzenlosen Emotionen begleiteten Abstieg aus der 1. Bundesliga erfolgte für Kapitän Kristian Nippes und seine Kollegen der Neustart - Athletik und am Mittwochnachmittag die erste Einheit in der Klingenhalle standen auf dem Programm. „Der erste Eindruck ist vernünftig“, sagt Sebastian Hinze, der sich gewohnt akribisch vorbereitet hat.

Die aktuellen Tage dienen eher der Eingewöhnung und dem Kennenlernen, schließlich gilt es sechs Neuzugänge zu integrieren - bei einem Kader, der nach dem Wechsel von Pouya Norouzi zu den Kadetten Schaffhausen aus 15 Profis besteht. An den körperlichen Grundlagen wird hart gearbeitet, Ballgewöhnung gehört ebenfalls zu den Tagesabläufen. „Auch das taktische Grundkonzept werden wir phasenweise einbinden, der Schwerpunkt hierauf liegt allerdings im Trainingslager“, stellt Hinze dann zwei Hallen-Einheiten pro Tag in Aussicht. Vom 22. bis 29. Juli werden die Löwen im österreichischen Köflach intensiv geschult. Dann wird das BHC-Aufgebot auch komplett sein, zum Auftakt fehlten noch wenige aus privaten Gründen. Die fünf Neuen, die dabei waren – der Schwede Max Darj wird erst am Wochenende erwartet –, wurden gut aufgenommen. Der tschechische Linksaußen Milan Kotrc hat bereits eifrig Deutsch gelernt, ansonsten wird meistens in Englisch kommuniziert.

Das umfassende Wissen über den körperlichen Zustand seiner Mannschaft wird der BHC-Coach erst in der nächsten Woche detailliert zur Verfügung haben, wenn die Leistungsdiagnostik abgeschlossen ist. Absolute Fitness ist auch in der 2. Liga ein Muss, weiß Sebastian Hinze: „Es gibt bei der Trainingsintensität kaum noch einen Unterschied zwischen den beiden Profi-Ligen.“ Der 38-Jährige geht für die Auftritte im Unterhaus von einer großen taktischen Herausforderung aus. „Wir müssen uns auf mehr überraschende Dinge vorbereiten.“ Priorität habe aber, die eigene Stabilität zu finden. Im zweiten Schritt könne man es dann von Spiel zu Spiel passend machen. Hatte die Clubführung in der letzten Woche bei der Bilanz-Pressekonferenz kein konkretes Saisonziel formuliert, sondern attraktiven und frischen Handball gefordert, so hat sich Sebastian Hinze damit bislang gar nicht beschäftigt. „Es sind noch nicht mal alle im Training, da kann es kein Thema sein“, meint Hinze, der nichts dem Zufall überlassen will. Bestes Beispiel: Die besondere Belastung an Wochenenden mit Spielen am Freitag und Sonntag soll bei Testbegegnungen in der Vorbereitung simuliert werden.

BHC-Talent Weck trägt das Nationaltrikot

Neue Regeln wird es in der kommenden Saison nicht geben, erstmalig können aber 16 Spieler aktiviert und eingesetzt werden. Sebastian Hinze wird sein Aufgebot nicht immer aufstocken. „Wir befürworten die neue Regelung. Aber bei mir sitzt nur einer auf der Bank, der auch eine realistische Chance auf einen Einsatz hat.“ Dazu könnte Alexander Weck zählen. Der A-Jugendliche ist für zwei Länderspiele gegen Frankreich nominiert. Sollte das Solinger Top-Talent das Ticket mit der deutschen Nationalmannschaft zum hochkarätigen Olympic Festival (23. bis 29. Juli) buchen, trainiert der Rückraum-Rechtshänder bis dahin beim BHC. Ansonsten gibt es Urlaub – beides keine schlechte Perspektive.

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