Mit Wetzlar kommt am Samstag (Anwurf 19 Uhr) eine der Mannschaften in die Uni-Halle, die der BHC daheim schlagen sollte.

Handball-Bundesliga
Der Einsatz von Rechtsaußen Richard Wöss – hier im Spiel gegen Kiel – ist wegen einer Knöchelverletzung ungewiss. Bisher hatte der BHC Verletzungsprobleme erstaunlich gut gemeistert.

Der Einsatz von Rechtsaußen Richard Wöss – hier im Spiel gegen Kiel – ist wegen einer Knöchelverletzung ungewiss. Bisher hatte der BHC Verletzungsprobleme erstaunlich gut gemeistert.

Andreas Fischer

Der Einsatz von Rechtsaußen Richard Wöss – hier im Spiel gegen Kiel – ist wegen einer Knöchelverletzung ungewiss. Bisher hatte der BHC Verletzungsprobleme erstaunlich gut gemeistert.

Wuppertal. Auswärts sammelten die Handballer des Bergischen HC bislang die meisten Punkte für den Klassenerhalt. Eine Tatsache, die vor allem dem Spielplan geschuldet war. Denn bislang gastierten vor allem die dicken Brocken der Liga im Bergischen. Das ändert sich nun in der Rückrunde. Ab jetzt kommen ausschließlich Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Gegner, von denen sich viele ebenfalls Sorgen um den Ligaverbleib machen müssen. Mannschaften wie die HSG Wetzlar, die am Samstag in der Wuppertaler Uni-Halle aufläuft (Anwurf 19 Uhr). „Das wird schon ein ganz wesentliches Spiel für uns werden“, kündigt BHC-Trainer HaDe Schmitz vor dem Duell gegen den Tabellen-13. an.

Gäste sind in der Tabelle nur vier Punkte vom BHC entfernt

Wetzlar gehört zu einer Gruppe von fünf Mannschaften, die nur vier oder fünf Punkte mehr als der BHC auf dem Konto haben. „Wir müssen versuchen, einige aus diesem Pulk mit in den Abstiegskampf hineinzuziehen“, sagt Rückraumspieler Kristian Nippes. Nicht zuletzt deshalb, weil die mit dem BHC punktgleichen Gummersbacher nun scheinbar ins Rollen kommen. Nach zwei Neuverpflichtungen in der Winterpause gewann der Altmeister in der Liga zuletzt zweimal hintereinander und will ebenfalls den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld schaffen. Sich nur auf einen Zweikampf mit Gummersbach einzustellen, wäre wohl ein Fehler. Gegen Wetzlar geht es für den BHC also um echte Bigpoints.

Böhm und Wöss mit Verletzungsproblemen

Ärgerlich, dass gerade jetzt neue Verletzungsprobleme auftreten. Fabian Böhm zog sich einen kleinen Muskelfaserriss im Wurfarm zu. Richard Wöss trat beim Joggen in ein Loch und knickte mit dem Fuß um. Eine ähnliche Verletzung hatte den Österreicher in der Hinrunde für mehrere Spiele mattgesetzt. Nun scheint es aber weniger schlimm zu sein. Dennoch steht hinter beiden Akteuren derzeit ein Fragezeichen. Das für Samstag angepeilte Comeback von Spielmacher Henrik Knudsen steht ebenfalls stark infrage. Die Schulterprobleme sind nach wie vor zu groß.

Verletzungssorgen sind die Bergischen in dieser Saison reichlich gewohnt, der psychologische Druck, vor heimischem Publikum unter Erfolgszwang zu stehen, ist aber neu. „Auswärts haben wir solche Drucksituationen bisher gut gelöst. Jetzt müssen wir es zu Hause genauso machen“, sagt Schmitz.

Kreisläufer Hendrik Pekeler (Foto: Archiv) ist der erste deutsche A-Nationalspieler in der noch jungen Geschichte des BHC. Bundestrainer Martin Heuberger hat den 20-Jährigen, der bereits in der Junioren-Nationalmannschaft sein Spieler gewesen war, für den Lehrgang vom 11. bis 15. März in Mannheim mit dem Testspiel gegen Island berufen. Er sieht Pekeler, der 2010 als „Problemfall“ vom THW Kiel nach Wuppertal gewechselt war und sich dort sehr gut weiterentwickelt hat, als „Perspektivspieler“.

Bis Donnerstag waren noch etwa 475 Karten für das Wetzlar-Spiel verfügbar. Zum Spiel bietet der BHC wie immer nicht nur einen kostenlosen Bustransfer für Fans aus Solingen an (drei Fahrten), sondern auch einen Shuttle-Service zwischen Uni-Parkhaus und Halle.

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