In der Idylle von Achim bereitet sich der Aufsteiger akribsich auf den Erstliga-Auftakt beim Rekordmeister vor.

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Max Weiß zeigte gegen Achim vollen Einsatz – der ist auch am Samstag in Kiel notwendig.

Max Weiß zeigte gegen Achim vollen Einsatz – der ist auch am Samstag in Kiel notwendig.

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Max Weiß zeigte gegen Achim vollen Einsatz – der ist auch am Samstag in Kiel notwendig.

Wuppertal. Regelrecht idyllisch haben die Handballer des Bergischen HC die vergangenen beiden Tage verbracht.

Im Hotel Bootshaus im Städtchen Achim war der Erstliganeuling am Mittwoch nach dem erfolgreichen Pokalspiel (36:20 gegen Achim/Baden) in der örtlichen Gymnasiumsporthalle abgestiegen.

Der herrliche Blick auf die Weser, den man vom Bootshaus aus genießen kann, war allerdings nicht ausschlaggebend dafür, Achim als Standort für die heiße Phase der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel beim THW Kiel (Samstag, 19 Uhr, Sparkassenarena) zu wählen.

Auf 30 gute Minuten in Achim sollen 60 gegen Kiel folgen

Ausschlaggebend war, dass Viertligist SG Achim/Baden den Bergischen im Ort drei Hallentrainingseinheiten besorgen konnte. Und so arbeitete BHC-Trainer Sebastian Hinze mit seinen Spielern vor den Toren Bremens am Donnerstag zweimal am Feinschliff. Am Freitag folgt noch eine Einheit. Die Trainingsplanung der kompletten Woche ist voll auf das Gastspiel beim THW ausgerichtet.

Das Pokalspiel in Achim mit dem am Ende klaren Erfolg markierte nur eine Zwischenetappe – also eine Leistungsüberprüfung. Und mit der war Hinze in der ersten Halbzeit nicht besonders zufrieden.

Emil Berggren, der wegen Problemen im Halswirbelbereich am Mittwoch den Kopf noch nicht richtig drehen konnte und im Pokalspiel geschont wurde, dürfte gegen Kiel wieder einsatzfähig sein.

Neben dem Langzeitverletzten Max Hermann war in den vergangenen Tagen Carsten Walonka der angeschlagenste Mann im BHC-Tross. Den Physiotherapeuten hatte ein grippaler Infekt erwischt.

Vor zwei Jahren unterlag der BHC in Kiel mit 18:34 und zu Hause mit 21:34. Damals war Kiel noch die Übermannschaft.

„Was wir da gezeigt haben, reicht nicht für unsere Ansprüche. Da hat die richtige Einstellung gefehlt“, kritisierte der Coach Grundlegendes. „Wir sind noch nicht soweit, dass wir sagen können: Am Samstag gegen Kiel legen wir den Schalter um.“

Seine Spieler wussten ebenfalls, dass sie in der ersten Halbzeit noch einiges an Luft nach oben hatten. Zufrieden hatte Linksaußen Christian Hoße nur die Leistungssteigerung innerhalb der Partie registriert. „Es ist unser Anspruch, ein Spiel gegen eine solchen Gegner nach 30, 40 Minuten zu entscheiden. Das haben wir geschafft.“

Nun gegen Kiel wartet ein anderes Kaliber auf die Bergischen. „Das ist immer noch eine Weltklassemannschaft“, sagt Hoße, der die durchwachsene Kieler Leistung bei der Super Cup-Niederlage gegen Flensburg nicht überbewerten will.

Die Marschroute für das Auftaktspiel gegen den THW sei denkbar einfach: „Wir wollen in jedem Spiel das Maximum abrufen und versuchen zu punkten.“ So sieht es auch sein Trainer, der in Kiel absolute Konsequenz und Effektivität von der ersten Sekunde an erwartet.

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