Gegen den HC Coburg setzt sich der Bundesligist klar durch. Freude beim VSTV über eine rundum gelungene Veranstaltung.

Gegen den HC Coburg setzt sich der Bundesligist klar durch. Freude beim VSTV über eine rundum gelungene Veranstaltung.
Christian Hoße sucht einen Mitspieler am Kreis. Mit 34:26 besiegt der BHC den Zweitligisten HC Coburg 2000 in der Halle Nocken.

Christian Hoße sucht einen Mitspieler am Kreis. Mit 34:26 besiegt der BHC den Zweitligisten HC Coburg 2000 in der Halle Nocken.

Stefan Fries

Christian Hoße sucht einen Mitspieler am Kreis. Mit 34:26 besiegt der BHC den Zweitligisten HC Coburg 2000 in der Halle Nocken.

Wuppertal. So voll besetzt wie beim 34:26-Sieg des BHC im Testspiel gegen den HC Coburg 2000 war die Tribüne der Sporthalle Nocken schon seit 30 Jahren nicht mehr. Mathias Conrads, Vorsitzender des Vohwinkeler STV, war begeistert, dass durch das Testspiel viele Zuschauer angelockt wurden, die man lange nicht mehr am Nocken gesehen hat.

Der VSTV erhielt als Gastgeber viel Lob von beiden Vereinen und entschloss sich kurzerhand, das gestrige EM-Finale live in der Halle zu zeigen. „Die Resonanz, die wir haben, sollten wir jetzt alle nutzen“, sagte Mathias Conrads.

Für die Gäste aus Coburg war es ein wichtiger Test

Die Zuschauer des Testspiels mussten ihr Kommen nicht bereuen. Beide Teams gingen engagiert zur Sache. Extra für diese Partie hatte der Zweitligist Coburger HC die vierstündige Fahrt auf sich genommen. „Der BHC ist ein spiel- und laufstarker Gegner. Gegen genau so ein Team wollten wir auch spielen“, verriet ihr Trainer Jan Gorr, warum seine Auswahl diesen Aufwand betrieb.

Der Zweitliga-Tabellendritte aus Coburg, der kommende Woche wieder den Ligabetrieb aufnimmt, konnte dem BHC nur bis zum 5:5 (8.) Paroli bieten, bevor Inai Aflitulin und der nach erfolgreichen WM-Qualifikationsspielen der österreichischen Mannschaft in die BHC-Vorbereitung eingestiegene Alex Herrmann auf 9:5 (13.) erhöhten.

Erst nach einer kurzen Schwächephase, die zum 9:8 führte (20.), kamen die Bergischen wieder ins Rollen und konnten den Abstand zur Pause auf 17:12 erhöhen. „Die Phasen der Inkonsequenz im Deckungsverhalten waren wesentlich kürzer, als beim Test in Essen“, sagte Trainer Sebastian Hinze. Der Coach konnte zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass bei personellen Wechseln kaum Leistungsabfälle festzustellen waren. Die Abstimmung zwischen Aflitulin und seinen Nebenleuten scheint immer besser zu gelingen.

Die „Geschlossene Gesellschaft VSTV“ – alle 300 Karten wurden in kürzester Zeit innerhalb des Vereins verkauft – konnte Maciej Majdzinski begutachten, der aus der Konkursmasse des HSV Hamburg stammt. Das polnische Juwel bewies in einigen Aktionen sein Talent. „Er ist ein guter Junge. Das Potenzial ist da“, sagte Hinze über seinen neuen Spieler, der zur Philosophie des BHC passe. Im Kader fehlte nur noch Mazedoniens EM-Fahrer Ace Jonovski. Routinier Viktor Szilágyi war es, der mit einem seiner schnörkellosen Treffer den Schlusspunkt zum 34:26-Sieg setzte.

Gelungene Werbung auch für den Bergischen HC

Danach kamen die Fans bei der Jagd nach Fotos und Autogrammkarten auf ihre Kosten. Sehr lange standen die Spieler ihren Fans zur Verfügung und gewannen teilweise neue Anhänger.

„Ich spiele sonst Fußball und bin nur wegen meiner Eltern mitgekommen. Aber es macht richtig Spaß, dass die Spieler cool mit den Fans umgehen“, sagte Amelie Steinberg (11) und zeigte sich beim Foto mit Björgvin Gustavsson begeistert. Sie will den BHC mit ihrem Bruder Alexander nun auch in der Uni-Halle besuchen. Somit wurde die Aktion wohl für alle Beteiligten zu einem lohnenden Event.

Für Gesprächsstoff sorgten die noch ganz frischen Eindrücke von der Handball-EM. „Natürlich haben wir unserem Landsmann Dagur Sigurdsson und unseren deutschen Freunden die Daumen gedrückt. Wir sind stolz, was Dagur aus der deutschen Mannschaft gemacht hat“, sagte BHC-Torhüter Björgvin Gustafsson, der mit Island in der Vorrunde ausgeschieden war. Dass Sigurdsson als Trainer für das isländische Nationalteam wohl länger nicht zur Verfügung steht, sei zu verschmerzen. „Wir haben so viele gute Leute, da gibt es noch Alternativen.“

Jan Gorr, der als Co-Trainer schon einmal dem Trainerstab des deutschen Nationalteams angehörte, freute sich ebenfalls. „Natürlich habe ich Bob Hanning und den anderen gratuliert.“

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer