Mit einem 29:18 über den bisherigen Tabellenvierten HSG Nordhorn-Lingen feiert der Bergische HC den elften Sieg im elfen Spiel und baut seinen Vorsprung an der Spitze der zweiten Handball Bundesliga weiter aus.

Wuppertal/Solingen.Der Bergische HC wird seiner Favoritenrolle in der zweiten Handball-Bundesliga weiter gerecht. Auch im Topspiel gegen den bisherigen Tabellenvierten HSG Nordhorn-Lingen behielten die Löwen am Samstag mit 29:18 (15:10) klar die Oberhand und bauten ihren Startrekord auf elf Siege aus elf Spielen aus. Da bereits am Freitag der bisher nächste Verfolger Lübeck-Schwartau zu Hause gegen die Rimpar Wölfe verloren hatte, vergrößerten die Bergischen den Abstand zum nächsten Konkurrenten von drei auf vier Punkte und können entspannt dem nächsten Wochenende entgegensehen, wenn es in Wilhelmshaven (Freitag) und gegen Emsdetten (Sonntag, 15 Uhr, Klingenhalle) einen Doppelspieltag gibt.

Nur zu Beginn mussten sich die 2300 BHC-Fans unter den 2384 Zuschauern in der so gut wie in dieser Saison noch nicht gefüllten Klingenhalle kurz Sorgen machen. Durch unkonzentrierte Abschlüsse und eine noch nicht voll formierte Abwehr gewährten die Löwen den Gästen eine 4:1-Führung. Doch schon vier Minuten später waren die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Vorne kehrte wieder größere Präzision ein und hinten hielt Christopher Rudeck das, was seine Abwehr noch durchließ. Janis Boieck, von Dormagen als Ersatz für den am Finger verletzten Bastian Rutschmann ausgeliehen, konnte beruhigt auf der Bank sitzen bleiben. Gerade erst von der Junioren-Nationalmannschaft zurückgekehrt, hatte er noch keine Trainingseinheit, weshalb Trainer Sebastian Hinze auch noch A-Jugend-Torwart Emil Olbertz mit auf die Bank genommen wurde.

Durch zwei Klasse-Arnesson-Treffer und einen vom Punkt gewohnt sicheren Arnor Gunnarsson zog der BHC locker auf 8:5 davon, ließ die Gäste zwar noch einmal zum Ausgleich kommen, war aber anschließend klar Chef im Ring. Klasse die Geschwindigkeit von Regisseur Tomas Babak, der sich wie fast immer nach 15 Minuten mit Arnesson abwechselte, und von Maciej Majdzinski. Beide steuerte jeweils noch zwei tolle Treffer zur 15:10-Halbzeitführung bei. Die Gäste schwächten sich zusätzlich, als Toon Leenders kurz der Pause den durchbrechenden Majdzinski mit einem Catchergriff an den Hals hielt und dafür die Rote Karte sah. Auch der junge Nordhorner Rechtsaußen Yannick Fraatz, Sohn von dem ebenfalls unter den Zuschauern befindlichen Ex-Nationalspieler Jochen Fraatz, konnte den BHC nicht gefährden.

Der Tabellenführer zog nach der Pause gleich mal auf 18:11 weiter davon und baute den Vorsprung anschließend stetig aus, obwohl er dabei noch etliche Würfe liegenließ. Am Ende war es eine eindrucksvolle Demonstration der Stärke gegen einen hoffnungslos überforderten Gegner.

Rudeck (1.-60.), Boieck, Olbertz - Bettin (2), Darj, Petrovsky (1), Gunnarsson (10/6), Nippes, Majdzinski (2), Kotrc (2), Artmann (1), Babak (3), Gutbrod (2), Arnesson (5), Criciotoiu (1).

Kaleun, Buhrmester (1) – Verjans, Heiny, Leenders (1), Mickal (5/3), Miedema (1), Fraatz, Terwolbeck (3), de Boer (2), Vorlicek (1), Wiese (2), Smit, Seidel.

Spielfilm: 1:4 (4.), 6:4 (13.), 8:8 (19.), 11:8 (22., Auszeit Nordhorn), 15:10 (30.) – 15:11 (32.), 18:11 (36.), 25:14 (48., Auszeit Nordhorn), (49. Auszeit BHC), 29:18 (60.) Siebenmeter: 6/6 - 4/3

Zeitstrafen: 6 min - 10 min

Rote Karte: Leenders (30.)

Martin Thöne, Marijo Zupanovic

2384

Eintracht Hagen – Bergischer HC, Freitag, 15. September, 19.30 Uhr, Envie-Arena

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