Mit dem überzeugenden 34:22-Erfolg beim Tabellenletzten landeten die Löwen am Samstag den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Jetzt zwei Punkte Vorsprung auf Hauptkonkurrent Balingen.

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Wuppertal. Rund 400 Fans begleiteten den Bergischen HC am Samstag Abend zum Schlüsselspiel im Abstiegskampf beim Tabellenletzten TV Emsdetten. Und sie durften am Ende jubeln, denn der BHC verschaffte sich mit einem 34:22 (18:14) – dem höchsten Saisonerfolg - drei Spieltage vor Saisonende lebenswichtige Luft im Abstiegskampf. Durch diese Vorlage vergrößerten die Bergischen Löwen ihren Vorsprung auf Balingen-Weilstetten auf dem ersten Abstiegsplatz auf zwei Zähler  und  sind beim Torverhältnis nun nur noch um wenige Treffer schlechter. Balingen holte eine gute Stunde nach der BHC-Partie beim 25:25 in Göppingen  nämlich "nur" einen Punkt. .

Von Beginn an war dem BHC die Entschlossenheit anzumerken, die Gastgeber nicht ins Spiel kommen zu lassen. Zu gerne würde Emsdetten den BHC mit zurück in die zweite Liga nehmen und hätte noch einen Prestigeerfolg gegen den „Lieblingsgegner“ gelandet. Zu welchen Leistungen die in giftgrün gekleideten Münsterländer fähig sind, zeigte sich immer wieder in Phasen, in denen sie Morgenluft schnupperten. Ein solche bot sich, nach einer Zeitstrafe gegen Michael Hegemann, als die Gastgeber einen 1:4 Rückstand zunächst ausgleichen konnten.

Ähnlich sah es nach 25 Minuten aus, als der BHC eine zwischenzeitliche Fünf-Tore-Führung beim 14:12 zu verspielen drohte. Stets war auch die Halle gleich da. Doch der BHC blieb nervenstark, auch wenn der anfangs überragende Kapitän Viktor Szilagyi nach 13 Minuten nach einer harten Attacke gegen ihn zunächst aus dem Spiel genommen werden musste. Vor allem der baumlange Halblinke Fabian Gutbrot, am Mittwoch gegen die Rhein-Neckar Löwen gar nicht eingesetzt, glänzte mit sechs Toren aus dem Rückraum allein in Durchgang eins – wahre Kracher. Insgesamt spielte der BHC deutlich variabler als die Emsdettener und verdiente sich so die 18:14-Halbzeitführung redlich.

Zudem zeigte Torwart Björgvin Gustavsson mit sechs Paraden allein bis zur Pause eine ganz starke Leistung. Ausruhen durften sich die Bergischen auf diesem Vorsprung freilich nicht, begannen Halbzeit zwei demzufolge genauso entschlossen und bauten die Führung konsequent aus. Überragend als Torschütze neben Fabian Gutbrod (am Ende zehn Tore) war Kristian Nippes mit acht Treffern. „Oh, wie ist das schön“, sangen die BHC-Fans.

TVE: Babin (ab 14.), Feshchanka, Kvalvik (1), Bozovic (7), Lokkebo (2/1), Thünemann (1), Halibegovic (3), Schüttemeyer, Boomhouwer (1), Schulz (1), Hansen (1), Arnarson (1), Gretarsson (3), Koch (1).
BHC: Huhnstock Gustavsson (1.-60., elf Paraden) – Hoße, Sabljic, Hegemann, Miljak, Gunnarsson (6/4), Nippes (8), Oelze (4), Weiß (2), Gutbrod (10), Szilagyi (3), Berggren (1), Artmann, Wöss, Meschke..

Zeitstrafen: 6 min – 8 min

Siebenmeter: 2/1 - 4/4

Spielfilm: 1:4 (7.), 4:4 (9.), 6:6 (12.), 7:12 (17. Auszeit TVE), 10:14 (23. Auszeit BHC), 12:14 (26.), 14:18 – 14:20 (33. Auszeit Emsdetten), 15:23 (39., Auszeit TVE), 21:31 (55. Auszeit BHC),

Schiedsrichter: Colin Hartmann, Stefan Schneider

Zuschauer: 2200 (ausverkauft)

Nächstes Spiel: Sa., 10. Mai, 19. Uhr, BHC – Lemgo.

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