Im letzten Auswärtsspiel tritt der Zweitliga-Meister in Düsseldorf bei den Rhein-Vikings an.

Im letzten Auswärtsspiel tritt der Zweitliga-Meister in Düsseldorf bei den Rhein-Vikings an.
Ex-BHCer Alex Oelze glänzt bei den Vikings auf Halblinks sowohl als Zuspieler als auch als Vollstrecker. Archiv

Ex-BHCer Alex Oelze glänzt bei den Vikings auf Halblinks sowohl als Zuspieler als auch als Vollstrecker. Archiv

Christof Wolff

Ex-BHCer Alex Oelze glänzt bei den Vikings auf Halblinks sowohl als Zuspieler als auch als Vollstrecker. Archiv

Völlig unbelastet können sowohl der Meister Bergischer HC als auch der Zweitliga-Neuling HC Rhein Vikings aufspielen, wenn es am Samstag – am vorletzten Saisonspieltag ligaeinheitlich ab 18.30 Uhr – im Castello in Düsseldorf erst zum zweiten und vorerst letzten Derby kommt. Während der BHC, wie seit Wochen klar ist, die Liga in Richtung Handball-Oberhaus verlassen wird, hat der Neu-Zusammenschluss aus Neuss und Düsseldorf seit dem 25:23-Erfolg beim Wilhelmshavener HV vor drei Spieltagen sein Saisonziel Klassenerhalt ebenfalls sicher erreicht.

„Das hat man ihnen auch zuletzt beim 28:28 in Emsdetten angemerkt. Anders als so oft in der Saison haben die Vikings auch ein Tempospiel gezeigt und dabei ihre individuelle Qualität bewiesen“, sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze. So erwartet er diesmal ein deutlich engeres und interessanteres Spiel als in der Hinrunde, als das Endergebnis von 34:28 vor fast 2700 Zuschauern in der Uni-Halle die zwischenzeitlich klare Überlegenheit des BHC gar nicht recht wiedergab.

Damals fehlten den Vikings allerdings auch Abwehrstratege Miladin Kozlina und Rückraum-Ass Alexander Oelze, die verletzt zuschauen mussten. Oelze, im Januar 2017 vom BHC zu den Vikings gewechselt und mit ihnen dann aufgestiegen, ist im Rückraum inzwischen die tragende Säule. Mit 154 Treffern bei 26 Einsätzen ist er der beste Vikings-Torschütze und steht an Platz 22 der Liga-Schützenliste. Gegen Emsdetten traf er zuletzt zehnmal, davon allerdings sechsmal vom Siebenmeterpunkt und bei 14 Versuchen viermal aus dem Feld. Viel mehr hatten Hinze allerdings die Auftritte seines Ex-Schützlings gegen Wilhelmshaven (zwölf Feldtore bei 18 Versuchen) und gegen die Rimpar Wölfe (acht Feldtore bei zwölf Versuchen) beeindruckt. „Wir wissen, dass Alex einem Spiel seinen Stempel aufdrücken kann und werden sehen, wie er an dem Tag drauf ist und wie wir eventuell darauf reagieren müssen“, sagt Hinze. Das gilt auch für den langjährigen BHC-Linksaußen Christian Hoße, der bei Düsseldorf jetzt auf der Mitte spielt, gegen Emsdetten aber kaum zum Einsatz kam. Mit Brian Gipperich (aktuell verletzt) und Nils Artmann stehen noch ein dritter und vierter Ex-BHCer im Team der Vikings. „Aber während der 60 Minuten ruhen die Freundschaften, da wollen wir versuchen, zu gewinnen. Auch wenn jeder weiß, wie schwierig das wird“, sagt Alex Oelze stellvertretend.

Hinze will aber gar nicht so viel auf den Gegner eingehen, sondern erneut versuchen, gegnerunabhängig seinem Team Aufgaben zu stellen, die in Hinblick auf kommenden Saison wichtig werden können. Welche das an diesem Tag speziell sein werden, will er noch nicht verraten.

Klar ist, dass Fabian Gutbrod mit seiner Patellasehnenreizung weiter ausfällt – das nun sicher bis zum Saisonende. Hinter dem Mitwirken von Kristian Nippes, der sich im Training am Knie verletzte, steht ein großes Fragezeichen. Max Bettin, der am Dienstag im Training mit einem Mitspieler mit den Köpfen zusammengerauscht war und sich einen mehrere Zentimeter langen Cut unter dem Auge zugezogen hatte, trainierte gestern wieder mit. Sein Einsatz ist aber ebenfalls noch offen. Im Derby möchte er aber sicher dabeisein, zumal man mit vielen BHC-Fans im Castello rechnen darf. gh

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