Am Freitagabend gewann der BHC das Testspiel gegen Bundesligist TuSEM Essen mit 27:24. Torhüter Jan Stochl verlässt den Verein.

Überragend: Alexander Oelze war am Freitagabend nicht zu stoppen.
Überragend: Alexander Oelze war am Freitagabend nicht zu stoppen.

Überragend: Alexander Oelze war am Freitagabend nicht zu stoppen.

Kosler

Überragend: Alexander Oelze war am Freitagabend nicht zu stoppen.

Wuppertal. Mit 27:24 (11:13) bezwang der Bergische HC das Erstliga-Schlusslicht TuSEM Essen. Vor 600 Zuschauern in der Klingenhalle besaßen die „Löwen“ in Alexander Oelze ihren besten Torschützen (8). Im vierten und letzten Vorbereitungsspiel auf die Rückrunde sprang somit der zweite Erfolg nach dem in Großwallstadt heraus, Niederlagen hatte es in Wetzlar und Gummersbach gegeben.

 In der ersten Halbzeit offenbarten beide Mannschaften Schwächen im Angriff. Beim BHC tat sich Rechtsaußen Richard Wöss mit fünf Toren hervor, hingegen Emil Berggren viele Fehlwürfe hatte. Stark die Torhüterleistungen auf beiden Seiten.

Umstellung in der BHC-Abwehr als Schlüssel zum Erfolg

Nach dem Wechsel führte Essen phasenweisen mit drei Toren Vorsprung – es sah nicht nach einem Erfolg des BHC aus. Doch vor allem eine Umstellung in der Abwehr erwies sich als Schlüssel zum Erfolg. Christian Hosse spielte nun links vorgezogen und brachte so die Essener aus dem Tritt. Er sorgte so doch noch für Stimmung in der Klingenhalle.

Derweil laufen die Planungen für die kommende Saison auf Hochtouren – wobei sich Geschäftsführer Jörg Föste mit der 1. Bundesliga als Anspruch klar positioniert hat. Und diesbezüglich gibt die Vertragssituation her, dass schon exakt 80 Prozent eines Kaders in der höchsten deutschen Spielklasse feststehen: konkret zwölf von 15 Akteuren. So besteht das Torhüter-Gespann aus Mario Huhnstock und Björgvin Gustavsson, dem isländischen Neuzugang des SC Magdeburg.

Den Verein verlassen wird Jan Stochl. „Ich warte noch ab, möglich ist ein Engagement in Deutschland oder die Rückkehr nach Tschechien“, sagte der am Samstag seinen 38. Geburtstag feiernde Solinger kürzlich am Rande des Sponsorenschwimmens ohne jeglichen Groll. Völlige Planungssicherheit herrscht zudem auf der Rückraum Mitte (Viktor Szilagyi, Alexander Oelze), auf Rechtsaußen (Richard Wöss, Arnor Gunnarsson) sowie am Kreis (Maximilian Weiß, Stanko Sabljic). Vorerst nur bis zum Saisonende steht hier der im Dezember nachverpflichtete Fabian Bohnert unter Vertrag.

Auf der „Königsposition“ soll es eine Dreifach-Lösung geben

Bergischer HC: Stochl; Huhnstock, Bohnert (1), Hoße (3), Vitek (1), Hegemann (2), Gunnarsson (3), Oelze (8), Artmann, Wöss (5), Weiß (1), Berggren (2)
Zuschauer: 600

Vom Reinerlös der BHC-Weihnachtstombola in Höhe von 1200 Euro profitieren hälftig das „Kinderhaus Luise Winnacker“ und das Wohltätigkeitsprojekt „Kette der helfenden Hände“.

Seit Donnerstag ist auch die Lage im rechten Rückraum geklärt, wo Kristian Nippes demnächst mit dem Österreicher Maximilian Hermann anstelle des ausscheidenden Jiri Vitek agieren wird. Auf Linksaußen (neben Christian Hoße) stehen die Zeichen auf Verlängerung mit Jan Artmann, im linken Rückraum soll neben Neuzugang Fabian Gutbrod (HBW Balingen-Weilstetten) voraussichtlich weiter Michael Hegemann vertraut werden.

Auf der „Königsposition“ streben Föste und Cheftrainer Sebastian Hinze eine Dreifach-Lösung an, die noch den Schweden Emil Berggren umfassen könnte – hier soll die Entwicklung abgewartet werden.

Parallel dazu haben Vereinsführung und sportliche Leitung junge Leute aus dem Umland im Visier: so Dormagens Top-Kreisläufer-Talent Moritz Preuss. Der 17-Jährige wird sich aber vorerst beim ambitionierten Drittligisten weiterentwickeln. Und selbstverständlich wird auch die eigene Bundesliga-A-Jugend von Föste/Hinze intensiv beobachtet.

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