Mit 25:31 unterliegt der Bundesliga-Aufsteiger in der ausverkauften Uni-Halle den Weltklassehandballern des THW Kiel, enttäuscht dabei aber keineswegs.

Wuppertal. Es war der erhoffte Handball-Feiertag, auch wenn der Bergische HC am Ende, sicher nicht unerwartet, ohne Punkte dastand: Vor 3187 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Wuppertaler Uni-Halle lieferten die Löwen dem haushohen Favoriten THW Kiel einen tollen Kampf und konnten beim 25:31(13:15) die Höhe der Niederlage in Grenzen halten.

Nach ganz starker Anfangsphase lagen die Löwen zur Freude der Zuschauer sogar mit 4:3 vorne, wobei der überragende Regisseur Viktor Szilagyi und sein österreichischer Nationalmannschaftskollege Maximilian Hermann für die Tore sorgten und Kiel damit zu einer vorgezogenen Deckung zwangen. Sein Tempo konnte der BHC gegen das Weltklasse-Ensemble allerdings nicht halten. Er blieb in der Folgezeit immer wieder an der Zementverteidigung der individuell klar stärkeren Kieler hängen und geriet mit 6:9 ins Hintertreffen.

Begeisternd wie dann aber auch der BHC binnen zwei Minuten über Gegenstöße zum zwischenzeitlichen 9:9-Ausgleich kam und auch kurz vor der Pause, als Kiel drohte, wieder gänzlich wegzuziehen, durch zwei Treffer in Folge auf 13:15 verkürzte. Nun war Rechtsaußen Richard Wöss der Mann der Stunde. Eine tolle Partie lieferte auch Mario Huhnstock im Tor, der in Häfte eins allein acht Paraden zeigte, davon mindestens drei der Kategorie „besonders wertvoll“.

Huhnstock war auch im zweiten Duchgang dafür verantwortlich, dass Kiel nie deutlich wegziehen konnte. Als der Vorsprung einmal vier Tore betrug, war es Linksaußen Christian Hoße, der die Löwen mit zwei Gegenstößen binnen einer Minute wieder heranbrachte. Anrnor Gunnarsson, nach seinem Kieferbruch, seit drei Monaten erstmals wieder im Einsatz, verkürzte per einem Siebenmeter nach 42 Minuten sogar auf 17:18. Mehr ließ Kiel aber dann doch nicht zu, drückte kurz aufs Gaspedal und zog wieder davon. Die Zuschauer waren dennoch begeistert, denn der BHC steckte nie auf und trug zu einem sehenswerten Handballspiel seinen Teil bei. Bester Torschütze des Abends war Viktor Szylagyi mit neun Treffern, und das, obwohl ihm mit dem grippekranken Alex Oelze der Vertreter fehlte.

Mit jetzt 15:21 bleibt der BHC auf Platz zwölf.

BHC: Huhnstock (1.-60., Gustavsson - Hoße (4), Hermann (2), Sabljic, Hegemann, Miljak, Gunnarsson (1/1), Artmann, Wöss (4), Weiß (2), Gutbrod (1), Szilagyi (9), Berggren (2), Meschke.
Palicka, Sjöstrand – Hansen (3), Sigurdsson (8), Sprenger, Wiencek, Ekberg (5), Zeitz (1), Jallouz, Palmarsson (4), Klein, Jicha (4), Vujin (6/1).
Schiedsrichter: Robert Schulze, Tobias Tönnies

Zuschauer: 3187

Zeitstrafen: 8 min - 6 min.

Siebenmeter: 1/1 - 1/1

Spielfilm: 4:3 (8.), 4:6 (11.), 6:9 (20.), 9:9 (22.), 9:12 (26.), 11:15 (29.), 13:15 – 14:15 (31.), 14:18 (36.), 17:18 (42.), 18:22 (46.), 19:25 (50.), 23:27 (56.), 25:31.

Nächstes Spiel: Sonntag, 22. Dezember, 15 Uhr, HSV Hamburg – BHC

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