Nicht zu einem finanziell und sportlich besser gestellten Bundesligisten, sondern eine Etage tiefer in die Regionalliga, zum ebenfalls abstiegsgefährdeten bergischen Nachbarn HSV Gräfrath wechseln die Beyeröhder Handballerinnen Steffi Bergmann, Lisa Nettersheim und Carolin Kordt. Wie berichtet hatten sie ihre Verträge mit dem Zweitliga-Schlusslicht zum 31. Dezember einvernehmlich aufgelöst. Als Grund gaben sie die erhebliche Kürzung der Aufwandsentschädigungen an, die laut TVB-Abteilungsleiter Manfred Osenberg nötig geworden war, weil sowohl die Zuschauerzahlen als auch die Sponsorengelder angesichts der sportlichen Talfahrt rückläufig waren. "Lisa Nettersheim, die ebenso wie Steffi Bergmann anwaltliche Hilfe in Anspruch genommen hat, habe ich einen Zusatzjob beschafft, mit dem der finanzielle Verlust bei uns mehr als ausgeglichen worden wäre," so Osenberg. Beyeröhdes Trainer René Baude sagte verwundert: "Nach der vergangenen Saison hat Gräfrath als Regionalligameister aus finanziellen und organisatorischen Gründen auf den Aufstieg in die 2. Liga verzichtet und nun hat man Geld, im Abstiegskampf drei Spielerinnen zu verpflichten."
Ungeachtet des personellen Aderlasses freut man sich beim TVB auf den Pokal-Kampf gegen den VfL Oldenburg (Sonntag 16 Uhr, Sporthalle Buschenburg), der gerade Meister Leipzig die erste Niederlage nach elf Siegen in Folge beigebracht hat. fwb

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer