DHB-Pokal: Nach der Pause spielen die Handballer des Bergischen HC groß auf und schlagen Balingen-Weilstetten 29:24 (11:15).

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David Kleven Moen spielte gegen den Erstligisten clever seine Vielseitigkeit aus und erzielte vier Treffer.

David Kleven Moen spielte gegen den Erstligisten clever seine Vielseitigkeit aus und erzielte vier Treffer.

Christian Beier

David Kleven Moen spielte gegen den Erstligisten clever seine Vielseitigkeit aus und erzielte vier Treffer.

Wuppertal. Riesenjubel bei den Handballern des Bergischen HC. Am Mittwochabend trumpfte der Zweitligist in der 3.Runde des DHB-Pokal groß auf und kegelte den Erstligisten HBW Balingen-Weilstetten mit einem 29:24 (11:15)-Erfolg aus dem Wettbewerb. Die Bergischen zeigten sich nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen in der 2.Liga gegen den Erstligaelften von der ersten Sekunde an deutlich verbessert und keineswegs verunsichert. Nach der Pause spielten sie sich dann sogar phasenweise in einen regelrechten Rausch.

Bereits in der ersten Spielhälfte zeigte sich, dass der BHC gegen den Favoriten durchaus konkurrenzfähig war. Nicht zuletzt, weil die Hausherren den Ausfall ihrer beiden etatmäßigen Halbrechten Jiri Vitek und Runar Karason (beide verletzt) sehr gut kompensieren konnten. Anfangs übernahm die Rolle Alexander Oelze, später Kristoffer Moen. Beide konnten auf ungewohnter Position durchaus Akzente setzen.

Akzente setzte diesmal auch endlich wieder Kenneth Klev. Der Shooter von Halblinks ließ sich nach sehr gutem Beginn auch nicht von seiner zwischenzeitlichen Torflaute entmutigen. Schon nach 30 Minuten wäre ein weitaus besseres Ergebnis als der Vier-Tore-Rückstand möglich gewesen, hätten Jens Reinarz (mit Siebenmeter plus Nachwurf gescheitert), Kenneth Klev, Alexander Oelze, Tim Henkel, Henning Quade, Kleven Moen, Christian Hoße und Marco Behr nicht allesamt Hochkaräter ausgelassen.

Fast perfektes Angriffsspiel des BHC nach dem Seitenwechsel

Nach dem Wechsel holte der BHC das aber in atemberaubender Weise nach. Mit fast perfektem Angriffsspiel und vor allem mit dem eingewechselten Torhüter Jan Stochl, der zu einem schier unüberwindlichen Hindernis für die Gäste wurde (zweimal auch mit Hilfe der Unterkante der Latte), rissen die Bergischen die Partie herum. Eine kaum für möglich gehaltene 8:1-Tore-Serie knockte die Balinger ziemlich an. Und da der BHC auch in Sachen Treffsicherheit nicht nachließ und alte kämpferische Tugenden auspackte, kamen die Gäste, die zwischenzeitlich sogar den Torhüter für einen zusätzlichen Feldspieler auswechselten, nicht einmal nennenswert ins Spiel zurück.

Die Pokalsensation hatte bereits lange vor der Schlusssirene Formen angenommen. "Die haben uns offensichtlich unterschätzt, weil wir nur Zweitligist sind und sie mit vier Toren in Führung lagen. Als die Partie kippte, konnten sie den Schalter nicht mehr umlegen", sagte der Matchwinner Jan Stochl.

29:24 (11:15)

Stochl (2.Hz.), Huhnstock; Behr (1), Hoße (2), Hinze, Klev (8), Quade (2), Henkel(2), Moen (4), Kluge (1), Oelze(4), Reinarz, Pekeler(5).

Balingen-Weilstetten: Marinovic; König (1), Lobedank (2), Herth (5), Sauer, Wilke, Ettwein (2), Schlinger (2), Strobel (3), Temelkov(4/3), Bürkle (2), Boisedu (2), Ilitsch(1).

Zeitstrafen: 8 Min. : 14 Min. Siebenmeter: 3/0 : 4/3 Schiedsrichter: Bernd Methe/Reiner Methe

Zuschauer: 1350 Spielfilm: 3:3, 4:5, 7:10, 11:13, 11:15, 16:15, 19:16, 22:18, 25:21, 28:23, 29:24 NächstesSpiel: Am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim Aufsteiger SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen.

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