Gordon Geib beim Multi-Kulti-Verein. Seiner Heimatstadt Wuppertal ist der Spieler der Düsseldorfer Giants treu geblieben.

Heimspiel für Gordon Geib (vorne): Der Profi fühlte sich beim Kult-Sport-Klub wohl.
Heimspiel für Gordon Geib (vorne): Der Profi fühlte sich beim Kult-Sport-Klub wohl.

Heimspiel für Gordon Geib (vorne): Der Profi fühlte sich beim Kult-Sport-Klub wohl.

Uwe Schinkel

Heimspiel für Gordon Geib (vorne): Der Profi fühlte sich beim Kult-Sport-Klub wohl.

Wuppertal. Prominenter Besuch in der Sporthalle an der Lohsstraße: Gordon Geib (26), Basketball-Bundesliga-Ass der "Giants Düsseldorf", war zu Gast beim Kult-Sport Wuppertal. Einem Verein, dessen Mitgliederzahlen zwischen 300 und 400schwanken und in dem Sportler aus rund 20 Nationen überwiegend Basketball spielen. Und insgeheim haben nicht wenige den Traum, selbst einmal in den großen Arenen vor stattlichen Zuschauerzahlen auf Korbjagd zu gehen.

Gordon Geib, Enkel des 1995 verstorbenen, aber unvergessenen "Plattkallers" und humoristischen Autors Hans "Ötte" Geib, kam der Einladung des Elberfelder Vereins mit dem Einzugsgebiet Gathe und Nordstadt gerne nach. Er wohnt nach wie vor in Wuppertal und hat beim ATV und TSV Ronsdorf mit dem Basketballspiel begonnen, ehe es ihn als Profi zum damaligen Bundesligisten Bayer Leverkusen zog.

Als der Bayer-Konzern sich als Sponsor zurück gezogen hatte, zogen die Bundesliga-Basketballer nach Düsseldorf um und spielen jetzt in der zweiten Saison als "Giants" in der Landeshauptstadt im Burgwächter-Castello weiter. Wie Projektmanager Philipp Haase, der Gordon Geib begleitete, erklärte, besuchen Spieler und Verantwortliche des Vereins gern die Clubs der Umgebung, um sich so Netzwerk aufzubauen. Das soll ihnen nicht nur eine noch größere Anhängerschaft bescheren, sondern die Giants auch für Jung-Talente interessant machen. Derzeit beschäftigen die Düsseldorfer nämlich ausschließlich eine Profi-Mannschaft, die im Durchschnitt vor knapp 2400Fans spielt. Da acht Amerikaner im Giants-Team agieren und unter anderem nur vier deutsche Spielern das hellblaue Trikot tragen, ist die Amtssprache Englisch.

Anders als beim Kult-Sport Wuppertal, wo sich die vertretenen 20 Nationen problemlos Deutsch verständigen und insgesamt zehn Mannschaften im weiblichen und männlichen Jugend- und Erwachsenenbereich mit viel Begeisterung ihren Sport ausüben. Arash Taghipour, ein gebürtiger Iraner, betreut mit beachtlichem Erfolg die Mädchen- und Damenmannschaft. Um einen zusätzlichen Motivationsschub zu bewirken, kam die Einladung an die Giants vom Kult-Sport-Vorsitzenden Saud Kelifa. Der stammt aus Eritrea und hat erst kürzlich eine Sportler-Gruppe von den Philippinen in seinem Verein integriert.

Wie Basketball auf höchstem deutschen Niveau gespielt wird, das wollen die derzeit abstiegsbedrohten Giants den Wuppertalern übrigens am 3. Februar im Burgwächter-Castello demonstrieren. Dann sind nämlich die Stars vom Europa-League-Teilnehmer EWE Baskets Oldenburg in Düsseldorf zu Gast, und da hoffen die "Multi-Kultis" aus Elberfeld natürlich ebenso auf einen Erfolg wie die gastgebenden Giants. Für die Wuppertaler Gastgeber hatte Philipp Haase jede Menge Ehrenkarten im Gepäck und fand zahlreiche dankbare Abnehmer.

Geboren am 6. Oktober 1983 in Wuppertal
Gewicht 86 Kilogramm
Grösse 1,83 Meter
Verein Giants Düsseldorf
Position Point Guard
Länderspiele 5

Währenddessen verteilte Abwehr-Spezialist Gordon Geib, mit lediglich 1,80 Metern als Basketballer von eher bescheidenem Wuchs, bereitwillig und freundlich lächelnd Autogramme, gab auch (zu) kurze Kostproben seines Könnens und durfte sicher sein, für sein Team etliche neue Freunde gewonnen zu haben.

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