Jasmin Bothe aus Beyenburg räumt bei der Weltmeisterschaft der Junioren in Neuseeland zahlreiche Medaillen ab.

Einradfahrerin Jasmin Bothe aus Beyenburg (links, mit einer Konkurrentin bei der deutschen Meisterschaft) gewann in Neuseeland zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen.
Einradfahrerin Jasmin Bothe aus Beyenburg (links, mit einer Konkurrentin bei der deutschen Meisterschaft) gewann in Neuseeland zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen.

Einradfahrerin Jasmin Bothe aus Beyenburg (links, mit einer Konkurrentin bei der deutschen Meisterschaft) gewann in Neuseeland zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen.

privat

Einradfahrerin Jasmin Bothe aus Beyenburg (links, mit einer Konkurrentin bei der deutschen Meisterschaft) gewann in Neuseeland zwei Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen.

Wuppertal. Es war bislang der Höhepunkt in der sportlichen Karriere von Jasmin Bothe. Und ein unvergessliches Erlebnis dazu. Hochdekoriert kehrte die 16-jährige Beyenburgerin von der Einrad-WM der Junioren in Neuseeland zurück. "Im Zehn-Kilometer-Rennen hatte ich auf eine Medaille spekuliert. Viel mehr eigentlich nicht", sagt die Juniorin, die eine üppige Sammlung von Auszeichnungen vom anderen Ende der Welt mitbrachte. Zwei Goldmedaillen, einmal Silber, dreimal Bronze - mehr als sie sich erhofft hatte.

Im Einrad-Hockey kam gegen Dänemark schon früh das Aus

Höhepunkt waren die beiden Goldmedaillen im 800 Meter- und 400 Meter-Rennen, die sie sich hochverdient und mit deutlichem Abstand sicherte. Mittelstrecke, Sprint, Langstrecke und Slalom. Die einzige Wuppertalerin unter den fast 400 Teilnehmern bewies, dass sie in vielen Disziplinen Potential besitzt.

Dabei ist sie von Hause aus eigentlich Einrad-Hockeyspielerin. Auch in dieser Disziplin wurde in Neuseeland der Titel vergeben. Doch ausgerechnet hier war für Jasmin und ihr Team frühzeitig Endstation. "Dabei waren wir wirklich gut und haben erfolgreich gespielt", erinnert sich Jasmin. Doch nach einer unerwarteten Niederlage im letzten Vorrundenspiel gegen Dänemark kam das frühzeitige Aus. "Daran waren wir selbst Schuld. Die Dänen wirkten so, als hätten sie erst zum dritten Mal einen Schläger in der Hand. Da dachten wir natürlich: ’Was soll da schon schief gehen.’ Und plötzlich lagen wir mit 0:3 zurück und waren danach völlig von der Rolle."

Dschungel und Delfine als touristisches Kontrastprogramm

Nachtrauern ist bei Jasmin, die vor sieben Jahren mit dem Einradfahren begann, aber nicht angesagt. Zu erfolgreich war die Schülerin der 10. Klasse des Remscheider Röntgen-Gymnasiums, die durch eine Nachbarin zum Einrad-Sport kam und in der Vorbereitung zur Weltmeisterschaft acht bis zehn Stunden pro Woche trainierte.

Spannend war der Aufenthalt in Neuseeland auch abseits des sportlichen Geschehens. Denn zusammen mit sieben Teamkollegen ihres Vereins TV Frisch Auf Lennep und WM-Teilnehmern aus Bottrop nahm Jasmin an einer zehntägigen Rundreise über die Neuseeländische Nordinsel teil. Sie erlebte Dünen und Dschungel in unmittelbarer Nachbarschaft, und bei einer Bootsfahrt Delfine aus nächster Nähe.

Reisekosten wurden von den Eltern und der Großmutter gesponsert

Alter 16 Wohnort Beyenburg Verein TV Frisch Auf Lennep Altersklasse 15 bis 16 Jahre

Gold über 400 m und 800 m, Silber im Obstacle (Slalom-Parcour), Bronze über 100 m, 10 km, 50m Einbein berufswunsch Profi-Einradfahrerin im künstlerischen Bereich. Zum Beispiel, um später mal im Varietee aufzutreten.

Bei einer Randsportsportart wie dem Einradfahren muss man übrigens neben Enthusiasmus auch einiges an Geld aufbringen, wenn man an einer WM teilnehmen möchte. Für die Neuseelandreise waren es rund 2500 Euro. Und somit haben Jasmins Eltern und Großmutter auch ihren Anteil am Erfolg der jungen Doppelweltmeisterin. Gute Nachricht für die Hauptsponsoren: Die nächsten Wettkampfreisen werden wohl deutlich preiswerter sein.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer