Nach einer schwachen ersten Spielhälfte konnten sich die Wuppertaler beim 3:0-Sieg gegen Preußen Münster deutlich steigern.

Jan Steffen Meier (l.) schoss nicht nur ein schönes Tor, sondern räumte auch im Mittelfeld ab.
Jan Steffen Meier (l.) schoss nicht nur ein schönes Tor, sondern räumte auch im Mittelfeld ab.

Jan Steffen Meier (l.) schoss nicht nur ein schönes Tor, sondern räumte auch im Mittelfeld ab.

Andreas Fischer

Jan Steffen Meier (l.) schoss nicht nur ein schönes Tor, sondern räumte auch im Mittelfeld ab.

Wuppertal. Ungeschlagen geht der Wuppertaler SV nach sechswöchiger Vorbereitung am kommenden Freitag in die Regionalliga-Saison 2011/2012. Auch den letzten Härtetest gegen Drittligist Münster gewannen die Wuppertaler mit 3:0 (1:0) und vermittelten den 1135 Zuschauern im Stadion am Zoo in Halbzeit zwei eine Idee davon, wie man die selbst gesteckten hohen Ziele erreichen will.

Überzeugte in einer schwachen ersten Halbzeit eigentlich nur Youngster und Torschütze Jan Steffen Meier, gab es nach dem Wechsel gute Kombinationen und noch zwei weitere Tore.

Münster war zunächst überlegen und legte einige Abstimmungsmängel in der WSV-Defensive um Stefan Lorenz und Thomas Schlieter offen. Im zentralen defensiven Mittelfeld hatte Routinier Dennis Brinkmann einen schwachen Tag erwischt, verlor einige Bälle und tat sich bei ungestümen Zweikämpfe selbst weh. Anders der junge Jan Steffen Meier, der sich als Alternative auf der Sechserposition empfahl, die beim WSV mit den in der zweiten Hälfte eingewechselten Ken Asaeda und Raschid El Hammouchi hart umkämpft ist. Auch hier offenbart sich eine neue Qualität.

Meiers Volleyschuss dient als Initialzündung

Die zeigte zunächst aber Meier, als er einen Abpraller aus 20 Metern mit einem trockenen Rechtsschuss versenkte (37.). Bis dahin war Trainer Karsten Hutwelker mit der Leistung seiner Mannachaft gar nicht zufrieden gewesen und ließ das die Spieler auch hören. „Das ist nur Müll“, rief er von der Seitenlinie.

Das geduldige Publikum, wobei die Fantribüne noch spärlich gefüllt war, konnte dann zum ersten Mal kurz nach der Pause mit der Zunge schnalzen. Benni Baltes zog von der linken Seite nach innen und dann mit dem rechten Fuß präzise ab. Der Ball schlug im Winkel ein.

Der WSV, nun mit Rackerer Bekim Kastrati für Christian Knappmann und dem agilen Jerome Assauer dahinter, war nun Chef im Ring. Auch der schnelle Marcel Landers deutete bei einigen Angriffen über rechts an, dass der WSV an ihm viel Spaß haben könnte. Einer der schnellen Vorstöße führte nach Landers Pass auf Innenverteidiger Thomas Schlieter, dessen Schuss Torwart David Buchholz nur abklatschen konnte, durch Daniel Flottmann zum 3:0. Stürmende Verteidiger – auch dass gab es beim WSV zuletzt selten.

Gastspieler Christian Pospischil (Koblenz), der für die zentrale offensive Mittelfeldposition getestet wurde, konnte sich nur wenig in Szene setzen. „Er hat seine Sache gut gemacht. Wir werden ihn noch mal zwei, drei Tage beobachten“, sagte Trainer Karsten Hutwelker, der mit der zweiten Spielhälfte zufrieden war.

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