Am Samstag um 14 Uhr erwartet der WSV einen Gegner, der vor allem auf Teamgeist baut.

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Gerd Dais erwartet ein schweres Spiel gegen den WSV.

Gerd Dais erwartet ein schweres Spiel gegen den WSV.

Otto Krschak

Gerd Dais erwartet ein schweres Spiel gegen den WSV.

Sandhausen/Wuppertal. Gurski, Bindnagel, Kirsch, Eberlein, Throm, Fießer, Leandro, Pinto, Müller, Öztürk, Ristic. Nur eingefleischte Fußball-Fans werden diese elf Namen ohne langes Überlegen einem Verein zuordnen können. Es ist die Stammformation des SV Sandhausen, des heutigen WSV-Gegners (Anstoß 14 Uhr) im Stadion am Zoo.

Ein Name sticht aus dem Kader hervor: Roberto Pinto. Der 30-Jährige bestritt von 1998 bis 2006 immerhin 129 Bundesligapartien für den VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin sowie Arminia Bielefeld und ist auf dem Rasen der verlängerte Arm von Trainer Gerd Dais. Im vergangenen Sommer kam Roberto Pinto nach einem zweijährigen Gastspiel bei den Grasshoppers Zürich zum SVSandhausen und ist seitdem im Spiel des deutschen Amateurmeisters von 1978 und 1993 die zentrale Figur. Der in Stuttgart geborene Portugiese, der auf seiner eigenen Homepage Luis Figo als großes Vorbild angibt, besticht durch Schnelligkeit, präzise Flanken und Torinstinkt, mit dem er es bislang auf neun Treffer in 29 Spielen gebracht hat.

Roberto Pinto bekennt sich zu Sandhausen, das auf der Landkarte oft nur deshalb auffällt, weil im benachbarten Leimen einst ein gewisser Boris Becker geboren wurde. "Hier geht alles sehr familiär zu und das Team steht im Vordergrund, nicht der Einzelne", sagt Pinto, der keine Sonderbehandlung möchte.

Seine Vertragsverlängerung bis 2012 wurde bei den Schwarz-Weißen mit Freude aufgenommen. "Das ist ein positives Signal für die ganze Mannschaft", sagt Trainer Gerd Dais und Manager Tobias Gebert ergänzt: "Es freut uns, dass sich Roberto bei uns so wohl fühlt."

Nicht nur das. Der große Fan des FC Barcelona verfolgt mit dem SVS auch höhere sportliche Ziele. Kurzfristig wird er am 3.Juni die zweite Mannschaft verstärken, die sich durch einen Sieg im badischen Pokalfinale gegen die SpVgg Neckarelz für den DFB-Pokal qualifizieren kann.

Und in der kommenden Saison peilt Pinto mit Sandhausen den Aufstieg in die 2.Liga an. "Ich will hier noch was erreichen und denke, dass dies möglich ist." Doch zunächst gilt es, die Saison zu Ende zu bringen. Und in der geht es heute erstmals für den Verein nach Wuppertal. "Das wird eine schwierige und anspruchsvolle Aufgabe, weil der WSV sein Heil in der Defensive sucht und auf Konter setzt", sagt Trainer Gerd Dais. Roberto Pinto freut sich auf diese Herausforderung in Wuppertal. Aber auch Gurski, Bindnagel, Kirsch, Eberlein, Throm, Fießer, Leandro, Müller, Öztürk und Ristic.

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