Unerwartete Schlappe für den Spitzenreiter der 2. Liga.

Volleyball
Pleite in Duisburg: Die Worte von Trainer Georg Grozer verhallten beim 2:3 scheinbar ungehört.

Pleite in Duisburg: Die Worte von Trainer Georg Grozer verhallten beim 2:3 scheinbar ungehört.

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Pleite in Duisburg: Die Worte von Trainer Georg Grozer verhallten beim 2:3 scheinbar ungehört.

Duisburg/Wuppertal. Die kurze Pause hat den Spielern des Zweitliga-Spitzenreiters A!B!C Titans Bergisch Land offenbar nicht gut getan. Nach sechs Siegen in Folge riss Sonntag die Serie beim Tabellensiebten Rumelner TV. Nach 115 Minuten unterlag das Team von Trainer Georg Grozer mit 2:3 (25:19, 24:26, 25:22, 19:25, 9:15). Die Wuppertaler behalten zwar mit 24:4-Punkten den Platz an der Sonne, spüren aber nun wieder den ganz heißen Atem des SVG Lüneburg (ebenfalls 24:4) und der Verfolger Giesen und Solingen (je 22:6).

Grozer: Wir haben nur Schnurball und kein Volleyball gespielt

Grozer sparte anschließend nicht mit herber Kritik an seinem Team. „Diese Niederlage müssen wir uns selber zuschreiben. Denn wir haben kein Volleyball, sondern nur Schnurball gespielt. Wir waren insgesamt nicht konsequent genug. Ich könnte zwar Ausreden finden, aber die lasse ich nicht gelten“, sagte Grozer und schob nach: „Ich bin überzeugt, dass mancher wieder gedacht hat, er sei schon nahe dran, Weltmeister zu sein.“

Die Konsequenzen aus der Schlappe scheinen sich für die Spieler zumindest physisch im Rahmen zu halten. Extra-Runden um den Unterbacher See plant Grozer jedenfalls nicht. „Das bringt nichts. Wir werden das Video auswerten und hoffentlich daraus lernen. Jeder soll sich selbstkritisch mit seiner Leistung auseinandersetzen.“

Totalausfälle auf der Zuspielerposition

Auf eine bessere Auseinandersetzung mit einem kampfstarken Rumelner Team hatte Grozer bereits Sonntag gehofft, denn Anzeichen für die Niederlage hatte es im Vorfeld nicht gegeben. Bryce Hickerson ging zwar angeschlagen mit Sprunggelenks-Problemen ins Spiel, Tony Zylstra hatte zuvor mit einer Nebenhöhlenentzündung zwei Tage nicht trainiert, ebenso wie Florian Mönikes (Magen-Darm). „Doch mit einer Niederlage hatte ich wirklich nicht gerechnet“, sagte Grozer. Auch nicht damit, dass Mönikes wie Michal Kotas auf der Zusteller-Position nicht ihren besten Tag erwischt hatten.

So trudelten die Titans nach dem gewonnenen ersten Satz dem Elend entgegen, waren auch im Tiebreak klar unterlegen. Parallelen zur Schlappe gegen Tecklenburg taten sich auf. „Uns fehlt ganz klar die Spielpraxis. Deshalb werden wir am Mittwoch in Apeldoorn ein Testspiel bestreiten, die sind Zweiter in der holländischen Liga“, sagte Grozer.

Titans Kotas, Rumpunen, Mester, Stuhlmann, Thomsen, Lyck, Hickerson, Zylstra, Mönikes, Sikorski.

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