Vor allem die starke Resonanz an den Schulen sorgte bei der 46. Auflage für eine rekordträchtige Beteiligung.

Das Gros der Volksläufer machen in Ronsdorf die Schüler aus. Hier starten die Jüngsten über 1,85 Kilometer.
Das Gros der Volksläufer machen in Ronsdorf die Schüler aus. Hier starten die Jüngsten über 1,85 Kilometer.

Das Gros der Volksläufer machen in Ronsdorf die Schüler aus. Hier starten die Jüngsten über 1,85 Kilometer.

Gleich geht’s los: Das Feld beim abschließenden 10-Kilometer-Lauf.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Das Gros der Volksläufer machen in Ronsdorf die Schüler aus. Hier starten die Jüngsten über 1,85 Kilometer.

Wuppertal. Müde aber glücklich durften sich die vielen Helfer des LC Wuppertal am Samstag nach sechs Stunden Volkslaufspektakel zurücklehnen: Ihre Arbeit hatte sich gelohnt. Mehr als 2200 Teilnehmer hatten die Strecken an der Blutfinke und rund um die Ronsdorfer Talsperre beim 46. Wuppertaler Volkslauf unter die Laufsohlen genommen. Nach einem kleinen Tief in den vergangenen beiden Jahren konnte der LCW damit an das Rekordergebnis von 2004 anknüpfen.

Möglich wurde das erneut durch die starke Beteiligung der Wuppertaler Schulen. Die Entscheidung des LCW-Vorsitzenden Norbert Korte und seines Teams, im Zuge der Verkürzung der Kinder- und Jugendstrecke auf 1,85 Kilometer, den Fünf-Kilometer-Lauf schon für Jugendliche ab 14 Jahre zu öffnen, hatte sich als richtig erwiesen.

Schlangen nicht nur am Start, sondern auch am Fotostand

Pünktlich um 12 Uhr eröffnete Oberbürgermeister Peter Jung als Schirmherr mit dem Start der 8- und 9-jährigen Mädchen die Veranstaltung. Als einen besonderen Service gab es diesmal für alle Kinder und Jugendlichen ein kostenloses Zieleinlauffoto. Wie rege das genutzt wurde, zeigten die langen Schlangen vor dem Fotostand. Während dort aber meist Mama oder Papa anstanden, tobte sich der Nachwuchs auf der Hüpfburg aus, falls er vom Laufen noch nicht genug hatte.

Gesamtschule Barmen lobt als Klassenpreis einen Wandertag aus

Traditionell das größte Kontingent stellte mit rund 700 Startern wieder einmal das Carl-Duisberg-Gymnasium (CDG), bei dem die Beteiligung in der Sportnote berücksichtigt wird. Rund 300 Schüler konnte die Gesamtschule Barmen zum Start motivieren. Als Preis für die drei teilnehmerstärksten Klassen lockte die Schule mit einem unterrichtsfreien Wandertag.

Das größte Feld gab es wieder einmal über fünf Kilometer. AOK-Regionaldirektor Hans Baum, dessen Gesundheitskasse den Lauf seit Jahren unterstützt, schickte dort als Starter mehr als 450 Läufer auf die Strecke. Mit Benjamin Lehmbach, der mittlerweile für den ASV Duisburg startet, gewann ein guter alter Bekannter in 17:45 min.. Als bester Jugendlicher kam der 15-jährige Fabian Vogelsang vom CDG auf Platz sechs. Bei den Damen erwies sich die 18-jährige Sara Baum vom Gymnasium Am Kothen in 20:06 min. allen Konkurrentinnen als klar überlegen. Die Remscheiderin Claudia Niemeyer (W 50) düpierte als Zweite alle anderen jüngeren Gegnerinnen.

Wie schon im Vorjahr lief Alina Kipker (14) vom CDG, die auch als Leichtathletin beim Wuppertaler SV für Furore sorgt, nach den 1,85 Kilometern auch noch die fünf Kilometer und wurde dort in starken 22:26 min. Gesamtvierte.

Im Hauptlauf über zehn Kilometer zum Abschluss der Veranstaltung gab es auf den ersten vier Plätzen exakt den gleichen Einlauf wie 2010. Der Remscheider Sascha Velten (35:40) gewann souverän vor Marc Walter (36:01), Ewout Hilferink (37:24) und David Koll (39:03), dem Vorjahressieger. Als Sieger der M 40 in 40:41 min. durfte Rano Astaloscha einen Ehrenpreis in Empfang nehmen. Er hat schon zahlreiche Titel bei Gehörlosenmeisterschaften gewonnen.

Corinna Mertens über zehn Kilometer die schnellste Frau

Bei den Damen siegte Wuppertals schnellste Läuferin Corinna Mertens in 44:11 min. vor der Berlinerin Katharina Kiele (45:06), die einen Familienbesuch in Wuppertal gleich mal zur Teilnahme genutzt hatte. Wuppertals Läufer-Urgestein Conny Kronenberg musste diesmal krankheitsbedingt auf einen Start verzichten und sich auf die Zuschauerrolle beschränken. An einem Band mit ihrem Partner verbunden lief die stark sehbehinderte Astrid Arndt vom TSV Bayer Leverkusen mit und belegte trotz dieser Einschränkung Platz elf in der W 40.

Zum 45. Mal mit dabei war Hans-Gerd Spillekothen, der ein Buch über die Geschichte des Wuppertaler Volkslaufes verfasst, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Ältester Läufer war mit 84 Jahren wieder Richard Schmelter vom ATV Wuppertal, einst als erfolgreicher Geher bekannt. Ronsdorfer „Prominenz“ konnte dann auch die Ehrung für die größte Familie in Empfang nehmen: Alexander Schmidt, erster Vorsitzender des TSV Ronsdorf, nahm mit Ehefrau und allen drei Kindern teil und outete sich als Volkslauf-Fan. Er sei schon beim Volkslauf dabeigewesen, als die Strecke noch durch den Marscheider Wald führte.

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