Land und Oberbürgermeister führten ein „Sondierungsgespräch“.

sinfonieorchester
Alfred Lobers meint: Die Fusion ist nicht vom Tisch.

Alfred Lobers meint: Die Fusion ist nicht vom Tisch.

Archiv

Alfred Lobers meint: Die Fusion ist nicht vom Tisch.

Wuppertal/Solingen. „Die Orchester-Fusion ist nicht vom Tisch.“ Das ist das Fazit, das Kämmerei-Leiter Alfred Lobers nach dem gestrigen Termin mit Staatssekretär Klaus Schäfer zieht. Viel mehr Konkretes ist den Äußerungen aller Gesprächsteilnehmer allerdings nicht zu entnehmen.

Zur Erinnerung: Wie die WZ mehrfach berichtete, hatten die Stadtspitzen aus Wuppertal, Remscheid und Solingen Kulturministerin Ute Schäfer vor rund zwei Monaten um einen Termin gebeten, um über die anfänglichen Mehrkosten zu sprechen, die bei einem Zusammenschluss der Wuppertaler Sinfoniker mit den Bergischen Symphonikern entstünden. Das Signal war eindeutig: Nur wenn das Land zu einer Finanzspritze bereit sei, könnten die Mehrkosten gestemmt werden.

Keine konkrete Entscheidung – noch ist alles offen

Wer nun erwartet hatte, dass das lange erwartete Spitzen-Gespräch der entscheidenden Weichenstellung dienen, die Pläne für eine Fusion also entweder einen großen Schritt vorantreiben oder sie endgültig scheitern lassen könnte, hatte offensichtlich falsch gedacht. Das Gespräch sei nicht auf die Frage zugespitzt worden, ob das Land gewillt sei, die anfänglichen Mehrkosten zu übernehmen, sagte Lobers am Mittwoch auf WZ-Nachfrage.

Es gehe derzeit vielmehr um die Rahmenbedingungen – speziell um die Frage, wie viel Kultur das Land haben wolle, wie viel Kultur es sich leisten könne und wie die Kulturförderung des Landes künftig aussehen werde. „Es war ein sehr offenes Gespräch“, betonte Lobers.

Aus Sicht des Staatssekretärs hörte sich das Fazit des Tages so an: „Das Land ist interessiert an einer Lösung, die der kulturpolitischen Bedeutung des Städtedreiecks Rechnung trägt“, bilanzierte Schäfer nach dem knapp zweistündigen Gespräch in Remscheid, das „der ersten Sondierung“ gedient habe.

Die Gespräche gehen weiter: Neue Runde im September

Lobers, der in Vertretung für Peter Jung – der OB hat Urlaub – an der Runde teilgenommen hat, bewertet den Ausgang als positiv: „Das ist ein gutes Ergebnis.“ Im September soll es nun ein weiteres Spitzen-Gespräch geben, um die Möglichkeiten einer bergischen Kulturkooperation vor allem mit Blick auf den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ zu analysieren. » S. 20

Leserkommentare (4)


() Registrierte Nutzer