Fusioniert Wuppertal mit der Deutschen Oper am Rhein? Im Theater wird dementiert. Fakt ist: Es gibt Gespräche mit Remscheid und Solingen.

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Wie geht es weiter mit den Bühnen? Das fragt sich auch Schauspielerin Anne-Catherine Studer – hier in einer Szene aus dem Stück „Prinzessinnendramen“, das sie am Freitag um 20 Uhr im Kleinen Schauspielhaus präsentiert.

Wie geht es weiter mit den Bühnen? Das fragt sich auch Schauspielerin Anne-Catherine Studer – hier in einer Szene aus dem Stück „Prinzessinnendramen“, das sie am Freitag um 20 Uhr im Kleinen Schauspielhaus präsentiert.

Andreas Fischer

Wie geht es weiter mit den Bühnen? Das fragt sich auch Schauspielerin Anne-Catherine Studer – hier in einer Szene aus dem Stück „Prinzessinnendramen“, das sie am Freitag um 20 Uhr im Kleinen Schauspielhaus präsentiert.

Wuppertal. Kaum hat das erste Gutachten zur Zukunft der Wuppertaler Bühnen Staub aufgewirbelt, weil es unweigerlich zu der Frage führt, ob eine Sparte aus Kostengründen aufgegeben werden muss, ist auch schon eine zweite Studie in Sicht, die für neuen Diskussionsstoff sorgen dürfte.

In der Kulturszene kursieren schon jetzt die wildesten Spekulationen - von der allgemeinen Annahme, eine Kooperation oder Fusion könne die rettende Alternative sein und das erste Gutachten nachträglich überflüssig machen bis zu dem ganz konkreten Gerücht, die Wuppertaler Bühnen planten eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein.

"Aus drei Armen wird kein Reicher. Aber man darf auch nichts vorschnell verwerfen."

Enno Schaarwächter, Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen, über die Möglichkeit einer engeren bergischen Zusammenarbeit.

Strecken die Bühnen tatsächlich die Arme nach Düsseldorf und Duisburg aus? Geschäftsführer Enno Schaarwächter schüttelt den Kopf: "Da ist nichts dran. Wir führen keine Gespräche mit der Deutschen Oper am Rhein."

Geht der Blick ins Ruhrgebiet oder gar an den Rhein?

Der Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen macht allerdings auch keinen Hehl daraus, dass die Suche nach möglichen Kooperationspartnern grundsätzlich eine wichtige Rolle spiele und es Überlegungen in verschiedene Richtungen gebe. Konkrete Gesprächsergebnisse gebe es bisher aber nicht. Fakt ist: Bevor der Blick ins Ruhrgebiet geht, wird zunächst eine engere Zusammenarbeit im Bergischen Land geprüft. Noch in dieser Woche beginnen die Gutachter mit der Arbeit an ihrem zweiten Gutachten. Diesmal sollen sie analysieren, inwieweit eine Kooperation zwischen Wuppertal, Remscheid und Solingen Sinn macht - und gewollt ist. Dass die Gutachter dabei nicht unbedingt mit weit geöffneten Armen empfangen werden könnten, weiß auch Schaarwächter.

Gespräche sollen in aller Offenheit geführt werden

Auch wenn in der Szene längst laut vermutet wird, dass das Interesse an einer noch engeren Kooperation in den drei Nachbarstädten nicht überall besonders ausgeprägt ist, "sollten die Gespräche mit aller Offenheit geführt werden", wie Schaarwächter betont.

"Man darf sich nichts vorspinnen", stellt der Geschäftsführer klar. "Aus drei Armen wird kein Reicher. Aber man darf auch nichts vorschnell verwerfen." Deshalb soll die Studie ein für allemal Spekulationen durch Fakten ersetzen: "Das Gutachten stellt endgültig fest, was machbar und was nicht machbar ist."

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