Manchmal hat W.Zetti ganz großen Appetit auf Kultur. Dann ist er schier unersättlich. Besonders schön findet er es, wenn neben einer guten Portion Theater noch eine Ration Gulasch, Garnelen oder Gnocchi serviert wird. Premieren-Party nennt man das, und weil W.Zetti immer sein Bestes gibt, um über den Tellerrand zu schauen, sagt er natürlich nicht nein, wenn exotische Häppchen serviert werden. Was man nicht kennt, kann man ja auch nicht bewerten.

Bei der letzten Party konnte er allerdings kaum Punkte verteilen. Die meisten Köstlichkeiten blieben auf der Strecke, bevor sie W.Zetti überhaupt erreichen konnten. Vorausdenkende Kulturhungrige hatten sich vor der Küche postiert. Mit vollem Erfolg: Fast jedes Tablett wurde leer geräumt, sobald es die Tür passierte. Da staunten (nicht nur) die Kellner. Auch W.Zetti lief vor Empörung das Wasser im Mund zusammen. Zumindest weiß er jetzt, dass man im Theater nicht nur in Reihe eins ein König ist. Der beste (Steh-)Platz ist manchmal der an der Küche.

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