1. Preis weiterführende Schulen: Professionell und in Wuppertal unübertroffen: Der Kabarettungsdienst überzeugt eine ganze Stadt.

Bissig, unterhaltsam und immer originell: Der Kabarettungsdienst vom Ganztagsgymnasium Johannes Rau bringt unter der Regie von Michael Brischke seit 1993 beste Politsatire auf die Bühne. Die Truppe genießt in Wuppertal Kultstatus und verdient den Wuppertaler Schulpreis wegen der hohen Professionalität.
Bissig, unterhaltsam und immer originell: Der Kabarettungsdienst vom Ganztagsgymnasium Johannes Rau bringt unter der Regie von Michael Brischke seit 1993 beste Politsatire auf die Bühne. Die Truppe genießt in Wuppertal Kultstatus und verdient den Wuppertaler Schulpreis wegen der hohen Professionalität.

Bissig, unterhaltsam und immer originell: Der Kabarettungsdienst vom Ganztagsgymnasium Johannes Rau bringt unter der Regie von Michael Brischke seit 1993 beste Politsatire auf die Bühne. Die Truppe genießt in Wuppertal Kultstatus und verdient den Wuppertaler Schulpreis wegen der hohen Professionalität.

Gerhard Bartsch

Bissig, unterhaltsam und immer originell: Der Kabarettungsdienst vom Ganztagsgymnasium Johannes Rau bringt unter der Regie von Michael Brischke seit 1993 beste Politsatire auf die Bühne. Die Truppe genießt in Wuppertal Kultstatus und verdient den Wuppertaler Schulpreis wegen der hohen Professionalität.

Wuppertal. "Kabarett ist eine leicht verderbliche Ware", konstatiert Michael Brischke. Der studierte Theologe und Sportlehrer muss es wissen, 1993 gründete er am Ganztagsgymnasium Johannes Rau, das damals noch Gymnasium Siegesstraße hieß, den Kabarettungsdienst.

Die bislang 16 Programme erlebten 222 Aufführungen. Und in jeder von ihnen standen die Schüler im Mittelpunkt. Eine der herausragenden Eigenschaften dieser Formation ist, dass nicht bloß Requisite, Regie und die Gestaltung von Programmheft und Plakat für die jeweiligen Inszenierungen von den Schülern erledigt werden. "Jede Zeile des politisch-literarischen Kabaretts ist von uns selbst verfasst", erklärt Nüket Yalcin (19). "Arbeitsweise und Arbeitsatmosphäre sind ganz anders, als man sie von der Schule kennt", fügt Mitstreiter Robin Smets (18) hinzu.

Die Einheit von Autor und Spieler sei "typisch für deutsches Kabarett der besten Sorte", lobt Brischke. 92 Schüler haben im Verlaufe der Jahre bei der Truppe mitgemacht, manche wie Aylin Sen und Jasper Elbers sind noch dabei, obwohl sie im vergangenen Jahr Abi gemacht haben.

Zu den alten Hasen kommen junge Haie wie Emma Saranin oder Carol Rüchel, beide jetzt in der 10. Klasse. "Das ist eine gute Durchmischung. Die Älteren nehmen die Jüngeren an die Hand", lobt Brischke. Der Weg in den Kabarettunsgdienst, der zunächst in Zweierteams, oft privat oder in der ehemaligen Hausmeisterwohnung, "aber möglichst selten in einem Klassenzimmer probt", so der 57-jährige Leiter, ist unterschiedlich.

Bei Nüket war es die ältere Schwester, die begeistert von der Formation berichtete und so Interesse weckte. "Mich hat meine Deutschlehrerin angesprochen", erinnert sich Konstantin Kraus (19), im dritten Jahr dabei. Eigentlich wollte er bloß Texte schreiben und bei den Aufführungen eine Aufgabe hinter den Kulissen absolvieren. "Ich war wirklich eher scheu."

Persönlichkeitsentwicklung und beste Unterhaltung

Gesamtschule Barmen für das Projekt "Hocus und Lotus": "Hocus und Lotus" ist ein Modell, bei dem besonders sprachbegabte und sozial kompetente Schüler des 6. Jahrgangs Grundschulkinder beim Erlernen der englischen Sprache unterstützen. Projektpartner sind die Grundschulen Thorner Straße, Schützenstraße und St. Antonius.

Hauptschule Elberfeld-Mitte für das Projekt "Unser Schulkiosk ist eine Schülerfirma": Der Betrieb der Schülerfirma orientiert sich am Aufbau eines Wirtschaftsunternehmens. In der Schülerfirma lernen die Schüler eigenverantwortliches Handeln, Einkaufsstrategien zu entwickeln und Kampagnen zu gestalten.

Hauptschule Emilienstraße für das Projekt "Stark für Kids": Die Hauptschule Emilienstraße arbeitet mit dem CVJM zusammen. Jenseits des Schulunterrichts führen die Schüler dann Projekte mit Grundschülern oder Jungschargruppen durch (Schneckensafari oder Experimente mit Wasser).

Realschule Neue Friedrichstraße für das Projekt "Reise nach Fantasien": Stärken, Mut machen, Vertrauen in sich selbst und andere entwickeln, Träume einfangen und Wirklichkeit werden lassen, sich engagieren - diese Ziele verfolgt die Reise nach Fantasien. Überzeugt hat die Idee eines Schulbootes, das verschiedene Häfen ansteuert.

Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium für das Mädchenprojekt in Kooperation mit Vorwerk Autotec Die Kooperation hat sich gezielt vorgenommen, Mädchen zu fördern und für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.

Inzwischen steht er gerne auf der Bühne. "Ich bin eine Rampensau im positiven Sinne", grinst er. Ähnlich wie bei Robin, der sich selbst als schüchtern beschreibt, als er vor drei Jahren Kabarettungsdienstler wurde. Aber in der Atmosphäre von Vertrauen und Offenheit, bei der es selbstverständlich kontrovers geführte Diskussionen über Beiträge gibt, hat viel für sein Selbstbewusstsein getan. "Die Probenarbeit dient der Persönlichkeitsentwicklung. Da gibt es Elemente, die sonst im Schulalltag nicht dabei sind", findet auch Jasper.

Für das Publikum in und um Wuppertal - im bevorstehenden Sommer absolviert der Kabarettungsdienst eine Tournee nach Baden-Württemberg - ist die Formation schlicht gute Unterhaltung. Dass mit spitzer Feder beziehungsweise spitzer Zunge die politischen Dramen und gesellschaftlichen Ereignisse des Landes satirisch auf den Punkt gebracht werden, gefällt jedes Mal aufs Neue.

Das aktuelle Programm "Kopfnoten unbefriedigend" ist am Samstag, 7. Februar, 19.30, im Ganztagsgymnasium Johannes Rau, Siegesstraße 134, zu sehen.

 

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