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Fischer, A. (f22)

Da entscheiden sich die AGVV und ihr Vorsitzender Andreas Schäfer völlig zu Recht dazu, aus sicherheitstechnischen Erwägungen den Vohwinkeler Flohmarkt nicht mehr zu veranstalten und schwupp: Da kommen sie auch schon aus ihren Löchern – die nämlich, die alles besser wissen und können. Und nicht nur die, deren Interesse stark an den Kapitalismus angelehnt ist – das wäre ja noch zu verstehen. Nun ist aber der größte Tagesflohmarkt der Welt nicht die Jahresbeginn-Versammlung des CDU-Ortsvereins Rittershausen/Heckinghausen mit einem fröhlichen Perlwein-Umtrunk und Leberwurstbrötchen.

In Vohwinkel kommen hunderttausende Menschen zusammen, die sich unter der „Schirmherrschaft“ einiger an der Kaiserstraße ansässiger Rechtsradikaler unter dem Schwebebahngerüst um Schnäppchen drängeln. Und da sich seit den traurigen Vorkommnissen bei der Love-Parade in Duisburg einige Sicherheitsbedenken eingeschlichen haben, gibt es für den AGVV sicher keine andere Entscheidungsmöglichkeit, wenn man nicht seinen Wohnsitz im Falle einer durchaus möglichen Katastrophe ins benachbarte Simonshöfchen verlegen will.

Schade ist es freilich um dieses Aushängeschild unserer Stadt. Ändern könnte das die Stadtverwaltung, deren Hilfsbereitschaft ja legendär ist. Man muss sie nur fragen. Und das übernimmt tapfer die FDP (die kleine fast drei Prozent Partei) und denkt sich eine große Anfrage zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Bauen aus. Da zittert die Verwaltung schon jetzt, wenn die Mittelmaßpartei auf ambrosischer Wolke in die Sitzung zieht, um „Volkes Wille“ zu demonstrieren.

Erschreckendes aber in der Causa Michael Müller. Nun erfahren wir Bürger zum Frühstück, dass der neue Fraktionsvorsitzende der CDU nicht erst seit der völlig überraschenden Wahl zum Nachfolger seiner Heiterkeit ein Hundeleben führt. Bereits seit Jahren ist er tierischen Belastungen ausgesetzt, die eine benachbarte Hundepension verursachen soll.

Bleibt nur die Frage, wer in diesem Falle die Prozesskosten übernimmt, denn da hatte es ja in der Vergangenheit bei der CDU einige Unstimmigkeiten gegeben. Gewohnt glücklos erscheint in dieser Angelegenheit wieder die Stadtverwaltung. Erst genehmigt sie die Hundepension, dann wieder nicht. Dann erteilt das VG Düsseldorf wieder eine Erlaubnis, dann entzieht sie die wieder. Und jetzt kann Stadtsprecherin Frau Eckermann nichts dazu sagen, weil das Verfahren schwebt. So ist das im Tal, alles schwebt. Vielleicht hätte man damals besser einen Singvogel ins Stadtwappen gestickt, als einen Löwen, Ehrenwort.

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