Eine Genossenschaft will den Wohnungsmarkt auf Vordermann bringen.

Elberfeld. Der Immobilienmix in der Nordstadt ist kompliziert. Etwa 90 Prozent des Bestandes gehörten nach Einschätzung von Gaby Schulten Einzeleigentümern. "Und vielen von ihnen wird langsam klar, dass sie mit einer Immobilie allein nicht klar kommen." Viele Leerstände gibt es am Ölberg - und das hat Gründe. "Es gibt Häuser, in denen noch mit Kohle geheizt wird und sich die Toilette auf der halben Treppe befindet. Von Wärmeisolierung natürlich keine Spur", beobachtet Schulten. Sie schätzt, dass 50 Prozent der Häuser sanierungsbedürftig sind.

Die logische Konsequenz für die Stadtteilentwicklung muss also heißen: Eine umfassende Sanierung und Modernisierung des Bestandes. Einzelkämpfer haben da kaum eine Chance. Aus dieser Erkenntnis entstand am Ölberg das Hauseigentümer-Netzwerk. Deren Ziel ist nun die Gründung einer Wohnungsgenossenschaft mit namen Ölberg eG. Mit ihrer Hilfe sollen sanierungsbedürftige Häuser erworben, saniert und an Genossenschafts-Mitglieder vermietet werden. Der Plan wird vom NRW-Bauministerium als Modellprojekt für sogenannte Eigentümer-Standortgemeinschaften gefördert.

Die Gründungsversammlung der Ölberg-Wohnungsgenossenschaft ist für den 29. September geplant. Am 5. November (19.30 Uhr Kirchsaal im Lutherstift) wird die Genossenschaft den Ölbergern vorgestellt. Dann fehlen nur noch die Genossenschafts-Immobilien. luk

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