Der Oberbürgermeister will beide Unternehmen in Wuppertal haben. Doch eine Verlagerung gefällt der Ausstellung nicht.

Die Fertighausausstellung in Oberbarmen wurde 1974 eröffnet. (Archiv
Die Fertighausausstellung in Oberbarmen wurde 1974 eröffnet. (Archiv

Die Fertighausausstellung in Oberbarmen wurde 1974 eröffnet. (Archiv

Andreas Fischer

Die Fertighausausstellung in Oberbarmen wurde 1974 eröffnet. (Archiv

Wuppertal. Die Beziehung zwischen der Stadt und der Geschäftsführung der Fertighausausstellung in Oberbarmen ist derzeit offenbar nicht die beste. Wegen der Pläne der Stadt, auf dem Areal der Fertighausausstellung das schwedische Möbelhaus anzusiedeln, hatte zunächst Andreas Speer, Geschäftführer des Ausstellungsbetreiber Eigenheim & Garten, ziemlich sauer reagiert: Er zeigte sich nicht nur enttäuscht, dass die Stadt den Pachtvertrag nach 35 Jahren womöglich nicht verlängern will. Speer drückte auch seine Hoffnung aus, dass der Vertrag mit Ikea gar nicht zum Abschluss komme.

Das findet nun wiederum Oberbürgermeister Peter Jung "unverständlich". Für den Fall einer Ikea-Ansiedlung habe die Stadt der Fertighausausstellung bereits attraktive Standortalternativen angeboten. Darunter befindet sich nach Angaben von Jung auch ein Grundstück in Nachbarschaft zu Ikea. Jung: "In einer solchen Lage könnte eine Ikea-Ansiedlung auch für die Fertighausausstellung ein großer Gewinn sein."

Unterangebot an Möbelhäusern

Jung stellt zudem klar, dass auch die Fertighausausstellung für Wuppertal ein "ganz gewichtiges Aushängeschild und auch ein Anziehungspunkt für Besucher" ist. Und dieses Aushängeschild wolle die Stadt "keinesfalls gefährden".

Allerdings sagt Jung auch unmissverständlich, alles dafür tun zu wollen, dass ein Abschluss mit Ikea zustande kommt. Seine Argumentation: Im Möbelbereich bestehe in Wuppertal ein deutliches Unterangebot. Wuppertaler kauften daher in den umliegenden Städten ein. Und genau solche Kaufkraftabflüsse könnte eine Ikea-Ansiedlung nicht nur verhindern. Sie könnte auch auswärtige Kunden nach Wuppertal locken. Und natürlich entstünden dabei auch zusätzliche Arbeitsplätze.

Genau dieses Argument der Arbeitsplätze führt allerdings auch Speer an. Eine Schließung des Standorts Wuppertal gefährde die Jobs von 200 Menschen, die bei der Ausstellungsleitung und den Hausherstellern beschäftigt sind. Außerdem gingen etliche Aufträge für regionale Handwerker und Dienstleister verloren. So manche der ausstellenden Firmen hätten nur einen einzigen Verkaufsstandort. Und das ist der in Wuppertal am Eichenhofer Weg. Ein in 35 Jahren gewachsenes Gebilde einfach zu verlagern, sei zudem sehr schwierig.

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