Entlang des Rad- und Wanderwegs werden derzeit Müllkörbe aufgestellt.

Umwelt
Gegen Müll auf der zum Rad- und Wanderweg umfunktionierten Nordbahntrasse: ESW-Mitarbeiter Stefan Rode installierte in der vergangenen Woche unter anderem in der Nähe des Ottenbrucher Bahnhofs in Elberfeld einen von 60 Müllkörben.

Gegen Müll auf der zum Rad- und Wanderweg umfunktionierten Nordbahntrasse: ESW-Mitarbeiter Stefan Rode installierte in der vergangenen Woche unter anderem in der Nähe des Ottenbrucher Bahnhofs in Elberfeld einen von 60 Müllkörben.

Stefan Fries

Gegen Müll auf der zum Rad- und Wanderweg umfunktionierten Nordbahntrasse: ESW-Mitarbeiter Stefan Rode installierte in der vergangenen Woche unter anderem in der Nähe des Ottenbrucher Bahnhofs in Elberfeld einen von 60 Müllkörben.

Wuppertal. Trotz des Rosensonntagszuges herrschte am Supersonnensonntag auf der Nordbahntrasse wieder Hochbetrieb. Und einigen Besuchern der zum Rad- und Wanderweg umfunktionierten ehemaligen Bahnlinie sind die Neuerungen am Wegesrand aufgefallen: Die ESW haben damit begonnen, entlang der Strecke Mülleimer aufzustellen.

In einem ersten Schwung werden 60 Körbe aufgestellt

„Das ist aber praktisch“, sagt eine Walkerin und wirft dabei ein gerade benutztes Papiertaschentuch in den Müllkorb. Ihre Begleiterin nickt dazu: „Das wurde aber auch Zeit. Die Leute schmeißen hier ja alles einfach an den Rand.“ Klarer Fall: Wenn’s um die Nordbahntrasse geht, sind die Wuppertaler zuweilen etwas ungeduldig.

Doch was die Offensive gegen den Müll auf der Trasse angeht, haben die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) und der Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal (ESW) bislang Wort gehalten: Obwohl die offizielle Widmung der Trasse zum städtischen Verkehrsweg noch aussteht, werden jetzt in einem ersten Schwung jetzt die ersten 60 Müllkörbe entlang der Trasse installiert.

„Die Nordbahntrasse ist uns ans Herz gewachsen.“

Martin Bickenbach, Leiter Straßenreinigung ESW

Es handelt sich um ausrangierte Abfalleimer aus Eisen, die in den Innenstädten von Barmen und Elberfeld abgebaut worden sind. Sie wurden aufgearbeitet und werden im Abstand von etwa 400 Metern an ein Meter hohe in Fundamente betonierten Pfählen montiert. Unter anderem hängen die blaugraugestrichenen Müllkörbe am Mirker und am Ottenbrucher Bahnhof – beliebte und bekannte Einstiegsstellen für Trassen-Besucher.

Mitarbeiter des Wichernhauses übernehmen die Leerung

Weil der ausgebaute Teil der Nordbahntrasse bekanntlich weiter wächst, haben die ESW weitere knapp 100 Müllkörbe im Depot, um irgendwann die gut 22 Kilometer lange Strecke inklusive der Tunnel bestücken zu können. Mitarbeiter des Wichernhauses übernehmen die Leerung – zweimal in der Woche oder „nach Bedarf“, sagt ESW-Straßenreinigungschef Martin Bickenbach: „Die Nordbahntrasse ist uns ans Herz gewachsen.“

Er geht fest davon aus, dass die Benutzer des Wegs, die Körbe auch nutzen. Bickenbach: „Alles andere, wäre ja auch ziemlich daneben.“