Als nächstes soll die Brücke über der Düsseldorfer Straße verschönert werden.

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Martin Heuwold hat die Legobrücke gestaltet – die Idee dazu kam von seiner Frau.

Martin Heuwold hat die Legobrücke gestaltet – die Idee dazu kam von seiner Frau.

Katrin Hennig, Ralf Ehser, Martin Heuwold und Rainer Widmann bei der Präsentation an der Legobrücke.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Martin Heuwold hat die Legobrücke gestaltet – die Idee dazu kam von seiner Frau.

Wuppertal. Selbst jene, denen sie womöglich nicht gefällt, können es nun nicht mehr abstreiten: Bei der Lego-Brücke über der Schwesternstraße handelt es sich um ein ausgezeichnetes Projekt. Von der Wuppertal Bewegung wurde es 2011 angeregt und hatte zum Ziel, mit einfachen Mitteln das Straßenbild und das Wohngefühl im Viertel zu verbessern.

Schnell rückte die hässliche Betonbrücke in den Fokus, die innerhalb von sechs Wochen mit der Unterstützung der Stadt Wuppertal, der Sponsoren Akzenta und Schuhhaus Klauser sowie des Wichernhaus-Teams vom Wuppertaler Graffitikünstler Martin Heuwold umgestaltet wurde. Stein für Stein sprühte er Farbe ins Viertel und erhielt 2012 für seine Brückenkunst den Deutschen Fassadenpreis.

„Vielleicht schaffen wir es ja, alle Brücken an der Trasse zu gestalten.“

Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertal Bewegung

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Martin Heuwold hat die Legobrücke gestaltet – die Idee dazu kam von seiner Frau.

Martin Heuwold hat die Legobrücke gestaltet – die Idee dazu kam von seiner Frau.

Katrin Hennig, Ralf Ehser, Martin Heuwold und Rainer Widmann bei der Präsentation an der Legobrücke.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

Katrin Hennig, Ralf Ehser, Martin Heuwold und Rainer Widmann bei der Präsentation an der Legobrücke.

Jetzt wurde im Rahmen des Wettbewerbs „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ auch die Wuppertal Bewegung für das Projekt ausgezeichnet. Am Samstag nahm der Künstler den Preis auf der Brücke entgegen – und Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Bürgerinitiative, eine Spende über 3000 Euro von der Deutschen Bank.

Für noch mehr gute Laune sorgten zwar die Sambatrommler der Gruppe „Ramba Zamba“, doch Wind und Regen hatten dafür gesorgt, dass nicht allzu viele Bürger zu der Preisübergabe gekommen waren. Bis heute fand die außergewöhnliche Gestaltungsidee auch auf internationaler Ebene große Beachtung. Lob für derartigen künstlerischen Einfallsreichtum gebührt aber nicht nur dem Künstler allein, denn: „Ausschlaggebend für mich war es zwar, etwas Kleines groß machen zu wollen, aber die Idee mit den Legosteinen hatte meine Frau“, erzählte Heuwold.

Ähnlich läuft es bei der Wuppertal Bewegung: in kleinen Schritten immer größere Kreise ziehen. Denn wie schon 2008, als die Initiative bei dem Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ für das Projekt „Nordbahntrasse“ mit einem Preis geehrt wurde, ruhen sich die Mitglieder nicht auf den Lorbeeren aus.

Ideen zur Brückengestaltung können an info@wuppertalbewegung.de gesendet oder unter Telefon 44 76 33 auf den Anrufbeantworter gesprochen werden.

Die Wuppertaler Lego-Brücke gibt es seit 2011 und ist auf einer Fläche von 250 Quadratmetern mit Legosteinen bemalt. Der dänische Spielzeughersteller bestätigte der Wuppertal Bewegung gegenüber, dass die Lego-Brücke in dieser Art bislang einzigartig sei.
 

Laut Carsten Gerhardt haben Denkprozesse für künftige Aktionen begonnen: „Als nächstes möchten wir die Brücke über die Düsseldorfer Straße verschönern. Dazu sammeln wir Ideen. Vielleicht schaffen wir es ja, alle Brücken an der Nordbahntrasse hübscher zu gestalten. Über Ideen von den Bürgern würden wir uns freuen.“

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