10.000 Quadratmeter Verkaufsfläche von Signature Capital geplant. Nun sollen an beiden Seiten der Brücke Geschäfte entstehen.

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Der irische Investor Signature Capital präsentierte jetzt – hier mit Blick von der B 7 – eine neue Ansicht auf das Investorengebäude. Rechts im Hintergrund der Sparkassenturm am Islandufer. Animation: Stadt Wuppertal/Chapman Taylor

Der irische Investor Signature Capital präsentierte jetzt – hier mit Blick von der B 7 – eine neue Ansicht auf das Investorengebäude. Rechts im Hintergrund der Sparkassenturm am Islandufer. Animation: Stadt Wuppertal/Chapman Taylor

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Der irische Investor Signature Capital präsentierte jetzt – hier mit Blick von der B 7 – eine neue Ansicht auf das Investorengebäude. Rechts im Hintergrund der Sparkassenturm am Islandufer. Animation: Stadt Wuppertal/Chapman Taylor

Wuppertal. Dass die irische Investorengruppe Signature Capital im Zuge des Döppersberg-Umbaus ein fünfgeschossiges Geschäftshaus und eine Tiefgarage für 165 Autos auf der unteren Ebene des künftigen Bahnhofsvorplatzes errichten möchte, war bereits bekannt. Nun stellte der Investor – Hauptmieter soll bislang unbestätigten Meldungen zufolge die irische Modekette Primark sein – klar, dass die Investitionen insgesamt zu rund 10.000 Quadratmetern zusätzlicher Verkaufsfläche führen werden. Und das soll zur Folge haben, dass fast 1000 zusätzliche Jobs entstehen.

Denn bei dem Vorhaben geht es nicht ausschließlich um das Geschäftsgebäude mit seinen etwa 6400 Quadratmetern Verkaufsfläche, die auf nur zwei Anbieter verteilt werden. Es geht auch um die sogenannte Geschäftspassage und die westliche Bebauung der Brücke. Und: „Zusätzlich zu der städtischen Planung schlägt der Investor eine von ihm zu finanzierende beidseitige Bebauung der Brücke vor“, heißt es von der Wirtschaftsförderung Wuppertal.

Angebote, die es bisher nicht in Wuppertal gibt

Diese Gebäude sollen demnach den auf der künftig tiefer gelegten B 7 verursachten Verkehrslärm abschirmen und die Verbindung von Hauptbahnhof und Fußgängerzone verbessern. In diese eingeschossigen und entlang der Fußwege angebrachten Gebäude sollen nach den Vorstellungen des Investors kleine Läden und Gastronomie einziehen – und zwar mit Angeboten, die es derzeit in der Stadt noch nicht gibt.

„Kleine Explosionen führen gelegentlich zu einer verbesserten Kommunikation.“ Mit diesen Worten fasste IHK-Vizepräsident Hans Christian Leonhards die Sitzung des Bezirksausschusses zusammen, zu dem Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) die Wuppertaler Wirtschaftsvertreter zu sich ins Barmer Rathaus eingeladen hatte. Diskutiert wurde dabei über den Döppersberg-Umbau. Zuvor hatte es Wirbel um die mögliche dreijährige Sperrung der B 7 gegeben.
 

Sehr erfreut zeigten sich IHK-Präsident Thomas Meyer und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge über den Sinneswandel bei der Stadt nach zahlreichen konstruktiven Gesprächen, die Entscheidung über eine mögliche Sperrung der B 7 zu vertagen. Denn jetzt wird erst einmal das Ergebnis der von der IHK in Auftrag gegebenen verkehrsplanerischen Einschätzung abgewartet. Eine Entscheidung fällt voraussichtlich Ende Februar 2014.
 

Die Unternehmer, allen voran IHK-Präsident Thomas Meyer sowie Jos Coenen, Galeria-Kaufhof-Chef und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft „Transparenz Döppersberg“, sprachen sich für die Fortführung des Umbaus aus. Eine vollständige finanzielle Sicherheit sei bei den Baukosten nicht erreichbar. „Es kommt jetzt alles darauf an, die prognostizierten Mehrkosten im kalkulierten Rahmen zu halten.“ Das von der Stadt vorgeschlagene Controlling sei „ein guter Weg dazu“, so Meyer.
 

 Außerdem können IHK und Rheinischer Einzelhandels- und Dienstleistungsverband drei beratende Mitglieder für die Planungskommission Döppersberg benennen.
 

Auch für zwischen Stadt und Händlern erarbeitete, zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrslenkung im Bereich Robert-Daum-Platz/Steinbecker Meile ließe sich eine finanzielle Lösung finden. Jung zufolge, so die IHK, werden bis 2020 noch 58 Millionen Euro für Straßenbau verwendet.
 

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