Die Initiative „Die Wuppertaler“ fordert wegen der Mehrkosten beim Umbau des Döppersbergs einen Bürgerentscheid.

Aktion
Viel Betrieb am Infostand Aktionskreis Die Wuppertaler: Brigitte Biermann, Josef Hartmann und Anke Schulz, Meike Christians und Eva Schäfer (von links).

Viel Betrieb am Infostand Aktionskreis Die Wuppertaler: Brigitte Biermann, Josef Hartmann und Anke Schulz, Meike Christians und Eva Schäfer (von links).

Mathias Kehren

Viel Betrieb am Infostand Aktionskreis Die Wuppertaler: Brigitte Biermann, Josef Hartmann und Anke Schulz, Meike Christians und Eva Schäfer (von links).

Wuppertal. Neugierige Blicke von eiligen Passanten. Ab und zu bleibt jemand stehen. Interessehalber wird nachgebohrt: „Von welcher Partei sind Sie?“ Thomas Pusinelli schüttelt den Kopf und erklärt: „Das ist die Sorge vieler. Dass wir politisch sind.“ Angesichts der Banner, die mit der Formel „Der Platz am Kolk gehört dem Volk“ den Stand rechts von ihm schmücken, scheint die Verwechslung naheliegend.

Dabei habe sich der Aktionskreis „Die Wuppertaler“ gerade als Gegenstück zur Politik formiert, sagt Thomas Pusinelli, der Einzelhändler ist und sich selbst als besorgter Bürger bezeichnet. Am Samstag waren Mitglieder des Aktionskreises unter dem Motto „Wir Wuppertaler müssen was anders machen“ mit einem Infostand in Elberfeld vor Ort.

Nachdem der Aktionskreis, der sich gegen die Erweiterung der City-Arkaden zusammengesetzt hat, bereits im August eine neue Gestaltungslösung für den Platz am Kolk präsentierte, ging es am Wochenende um die Mehrkosten für den Döppersberg-Umbau.

„Wir merken, dass die Bürger mitbestimmen wollen. 90 Prozent teilen unsere Ansicht, dass die Verteuerung des Projektes nicht tragbar ist. Die Stadt hat eh kein Geld. Aber die Politik macht, was sie will“, schimpft Pusinelli. Bis auf wenige Ausnahmen hätten sich die Befragten einstimmig gegen das Projekt ausgesprochen.

Unter ihnen Sabine Kirschbaum: „Ich finde es übertrieben, was dort entstehen soll. Für uns Bürger ist der Umbau mit vielen Einschränkungen verbunden. Vor allem die geplante Vollsperrung der B7 macht mir große Sorgen.“ Für die Aktivisten, die die zusätzlichen 35 Millionen für den Döppersberg-Umbau lieber in neue Kindergartenplätze investieren oder für die Erhaltung des Schauspielhauses nutzen würden, seien die Entscheidungen der Kommunalpolitik riskant und kaum kalkulierbar. „Was das Großprojekt Döppersberg angeht, gibt es für mich nur eine Alternative – Bürgerbegehren“, betont Thomas Pusinelli.

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