Ohrwürmer: Auf den großen Fest-Bühnen gab es Musik für jeden Geschmack – von Fräulein Menke über Markus bis zu Bata Illic.

Wuppertal. Nebelschwaden zogen am Samstag Abend über die Kasinostraße. Die Bühne der Künstleragentur music4friends war in blaues Scheinwerferlicht getaucht. Mit Spannung erwartete das Publikum einen Auftritt, der als "Deutschlands Partyband Nummer 1" angekündigt worden war: The Goodfellas aus Wuppertal.

"Endlich mal in der Heimat und vor so vielen Menschen auftreten, die zusammen mit uns gefeiert, getanzt und gesungen haben: Das war eine unvergessliche Samstag Nacht."

Sascha Poddey, Sänger der Goodfellas

Frontmann und Agenturchef Sascha Poddey freute sich auf die seltene Gelegenheit, vor heimischer Kulisse aufzutreten. Die Goodfellas, ganz gediegen in schwarzen Anzügen und weißen Turnschuhen gekleidet, zogen das Publikum bereits beim ersten Lied in ihren Bann. Als Sängerin Luisa "Valerie" von Amy Winehouse anstimmte, war kein Halten mehr - es wurde geschnipst, getanzt und lauthals mitgesungen. Das Repertoire der Band reichte von R’n’B-Klassikern wie Rufus und Chaka Khans Hit "Ain’t Nobody" bis zu Trance-Nummern wie "Insomnia" der britischen Band Faithless. Höhepunkt der gut dreistündigen Show war ein Michael-Jackson-Medley mit perfekt einstudierter Choreographie. Sängerin Luisa hatte sich während des Solos ihrer Kollegin Eva als Doppelgänger des "King of Pop" zurechtgemacht.

Schlagzeuger Christian Mohrhenn war an diesem Wochenende nicht zu beneiden. Insgesamt sieben Auftritte in drei Tagen absolvierte er während des Festes. Der mit den Goodfellas gehörte wohl für ihn zu den Höhepunkten seines Wochenendes.

Zurück in die Jugend: Die 80er-Party an der Ohligsmühle

An der Ohligsmühle stieg die große 80er-Jahre-Party von Radio Wuppertal. Hubert Kah, bekannt durch seinen Hit "Sternenhimmel", stand am Samstag als erster Star der "Neuen Deutschen Welle" auf der Bühne. Er enttäuschte seine Fans jedoch, da er offensichtlich gar nicht in Form war. So war es an Markus, der nach Kah auftrat, für Stimmung zu sorgen. Spätestens mit seinem Erfolgslied "Ich will Spaß" hatte er das Publikum entschädigt. Nach ihm überzeugte Fräulein Menke im pinkfarbenen Trash-Dirndl. Mit einem Medley bekannter Nena-Lieder brachte sie die Menge zum Singen. "Das ist der totale Flash in die Jugend", sagte der 38-jährige Raimund aus Wuppertal.

Fangesänge vor dem Beatz & Kekse

Auf der Bühne des Beatz & Kekse fanden sich Samstag Abend Ingo Zapke und Michael Walmsley ein. Gemeinsam organisieren sie regelmäßig die Veranstaltung "Fangesänge". Für die Open-Air-Version hatten sie in gemütlichen Sesseln Platz genommen und sangen gemeinsam ihre Lieblingssongs in Akustik-Versionen. Sänger Jan Röttger stieg in die Show mit ein und blies in die Mundharmonika.

Bata Illic dinierte an der Bergischen Kaffeetafel

Im Deweerth’schen Garten bot die Bergische Kaffeetafel das ganze Wochenende Unterhaltung für jung und alt. Der Samstag startete und endete mit DJ-Acts, darunter der international bekannte Marcus Worgull. Am Sonntag begann das Programm bereits um 11 Uhr mit der "Deweerth’schen Gartenshow". Alexander Löwenherz und Band heizten die Stimmung an, denn eigentlich warteten alle nur auf einen: Schlagerlegende Bata Illic. Im Gespräch mit der WZ berichtete er von seinen Anfängen als Sänger. Im Blue Note trat er 1969 das erste Mal im Tal auf. Kurze Zeit später war er mit Heintje in der Stadthalle. Letzterer war bereits ein großer Star, Illic selbst der Anfänger. Und während die Wuppertaler nach Heintje riefen, spielten die beiden Sänger noch eine entspannte Runde Fußball hinter der Bühne. Am Sonntag war Bata der Star.

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