Piraten und 5000 Gummienten übernahmen das Kommando an der Wupper.

Auf dem Krähennest durften die Nachwuchspiraten Flavia und Saskia mit „Pirat“ Jonas Rosenberg in 30 Metern Höhe das Islandufer erkunden.
Auf dem Krähennest durften die Nachwuchspiraten Flavia und Saskia mit „Pirat“ Jonas Rosenberg in 30 Metern Höhe das Islandufer erkunden.

Auf dem Krähennest durften die Nachwuchspiraten Flavia und Saskia mit „Pirat“ Jonas Rosenberg in 30 Metern Höhe das Islandufer erkunden.

Uwe Schinkel

Auf dem Krähennest durften die Nachwuchspiraten Flavia und Saskia mit „Pirat“ Jonas Rosenberg in 30 Metern Höhe das Islandufer erkunden.

Wuppertal. Es ist ein düsteres Szenario, das sich den unzähligen kleinen Piraten am Samstag am Islandufer bietet. Nachdem ihr Piratenschiff gesunken ist, sitzen sie auf einer einsamen Insel (der Sparkasse) fest und müssen es irgendwie wieder zurück nach Hause schaffen. In dreizehn Prüfungen können sie unter Beweis stellen, dass sie den Mut und die Tapferkeit eines Piraten haben. Denn nur die waschechten Piraten schaffen es auf das Schiff, das sie zurück nach Hause bringen soll.

"Ich bin schon mit dem Floß über die Wupper gefahren", erzählt Sebastian (5) aufgeregt von seiner ersten Mutprobe. Mit seiner schwarzen Augenklappe und den Bartstoppeln sieht er schon aus wie ein richtiger Pirat. Angst habe er auf dem Floß natürlich nicht gehabt. Nun heißt es für ihn den geschickten Umgang mit Hammer und Nagel an einem Baumstamm beim "Pechritzen" unter Beweis zu stellen.

Bei allen dreizehn Stationen des Piratenparcours herrscht am Samstag großer Andrang. Besonders beliebt bei den kleinen Piraten, von denen viele im Piratenoutfit erschienen sind, ist das Abseilen über der Wupper. "Da könnten wir zehn Seilbahnen einrichten und es wären noch nicht genug", freut sich Daniela Wehner, Ausbildungsleiterin der Sparkasse über die vielen kleinen Besucher. Gemeinsam mit 75 Azubis hat sie den Piratentag organisiert.

Auch den Eltern der Nachwuchspiraten wird auf der einsamen Insel einiges geboten. Der angeschüttete Strand mit Liegestühlen und Strandbar sorgt für Karibikgefühle an der Wupper.

Um 15 Uhr hält das Piratenleben jedoch kurz inne. Dann begeben sich die 5000 Gummienten der Spendenaktion des Lions Clubs auf ihre Reise durch die Wupper. Das Ufer zwischen Döppersberg und Ohligsmühle ist gesäumt mit neugierigen Zaungästen. In der Wupper bewachen Schwimmer der DLRG den Strom der Enten, damit auch alle das Ziel erreichen. Lara und Alina (beide 10) feuern den großen, gelben Fleck auf der Wupper an. Schließlich haben sie auch jede eine Ente im Rennen. "Erkannt haben wir unsere Enten nicht", geben sie zu und sind nun umso gespannter auf die Siegerehrung.

Rund 5000 Enten schwammen für einen guten Zweck durch die Wupper. Der Lions Club verkaufte die Enten in den Wochen vor dem Fest, der Erlös wird Wuppertaler Einrichtungen gespendet.

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