Nach dem Überfall am Islandufer flüchtet der Täter mit 10 000 Euro. Die Fahndung war bisher erfolglos.

Kriminalität
Überfall im Schatten des Sparkassenturms: Gestern erbeutete ein Räuber am Islandufer mehr als 10 000  Euro.

Überfall im Schatten des Sparkassenturms: Gestern erbeutete ein Räuber am Islandufer mehr als 10 000  Euro.

Ermittlungen: Unmittelbar nach dem Überfall befragte die Polizei vor dem Haupteingang der Hauptstelle am Islandufer Mitarbeiter der Sparkasse.

Wolfgang Westerholz, Bild 1 von 2

Überfall im Schatten des Sparkassenturms: Gestern erbeutete ein Räuber am Islandufer mehr als 10 000  Euro.

Elberfeld. Dreister geht es kaum: Mitten im Weihnachtstrubel tauchte gestern kurz nach 14  Uhr ein Mann an einem der beiden Kassen-Schalter in der Hauptstelle der Sparkasse am Islandufer auf. Als er an der Reihe war, soll der Mann den Kassierer (43) mit einer Waffe bedroht und Geld gefordert haben. Wenig später verließ der Räuber die Filiale. Die Beute hatte er in einer blauen Tüte mit weißer Aufschrift verstaut: nach WZ-Informationen mehr als 10 .000  Euro.

„Der Schreck ist groß.“

Jürgen Harmke, Sparkassen-Sprecher

Kurz darauf wimmelte es in der nahegelegen Elberfelder City von Polizei. Per Funkwagen, zu Fuß, sogar mit den neuen Fahrrad-Streifen waren die Fahnder auf dem Weihnachtsmarkt, in Geschäften und in vielen Lokalen unterwegs, hofften auf einen schnellen Zugriff. Ein Passant zur WZ: „An jeder Ecke steht ein Streifenwagen.“ Doch der Räuber blieb verschwunden. Die Kripo befragte am Nachmittag die 30-köpfige Belegschaft der Hauptstelle und sicherte Spuren. Nach WZ-Informationen ließ der Räuber lediglich einen Zettel am Tatort zurück. Seitens der Kripo gab es dazu keinen Kommentar.

Noch sind die Fakten rar: Es fiel kein Schuss. Verletzt wurde niemand. Der Mann sprach offenbar akzentfrei Deutsch. Die Beschreibung: kräftige Statur, circa 1,80  Meter, zwischen 35-45 Jahre alt. Zur Tatzeit trug er eine weiße beziehungsweise helle Jacke und jene winterliche Kopfbedeckung, die er sich angesichts der Temperaturen offenbar unauffällig übers Gesicht gezogen hatte.

Der Schock sitzt tief. Ein ähnlicher Überfall im Mai 2009 auf die Hauptstelle in Barmen war sofort wieder in aller Munde.

Sparkassen-Sprecher Jürgen Harmke zur WZ: „Der Schreck ist groß. Wir haben allen Mitarbeitern psychologische Hilfe angeboten.“ Nach dem Überfall blieb die Filiale am Islandufer für den Rest des Tages geschlossen. Heute wird sie wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Jürgen Harmke: „Ob mit dem gewohnten Personal, müssen wir abwarten. Vielleicht braucht jemand eine Auszeit.“

Die Ermittlungen der Kripo dauern an. Zeugenhinweise an die Rufnummer 2840.