Trotz der turbulenten finanzwirtschaftlichen Zeiten wächst die Bilanzsumme auf 7,103 Milliarden Euro. Die Zahl der Konten steigt, der Jahresüberschuss bleibt mit 13 Millionen Euro stabil.

Wuppertal. Das Geschäftsjahr 2016 war ein weiteres gutes Jahr für die Wuppertaler Stadtsparkasse, obwohl es wegen der rasanten politischen Veränderungen wie dem Brexit sowie der anhaltenden Niedrigzinspolitik große finanzwirtschaftliche Herausforderungen mit sich brachte. Trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten gelang es der Stadtsparkasse, die Bilanzsumme um 53 Millionen auf 7,103 Milliarden Euro zu steigern und einen Jahresüberschuss von 13,1 Millionen Euro zu erzielen. Davon werden die Wuppertaler wegen des sozialen, sportlichen und kulturellen Engagements der Stadtsparkasse auch in diesem Jahr profitieren. Rund fünf Millionen Euro steckt die Sparkasse in mehr als 1300 Projekte. Wie groß die Ausschüttung an die Stadt ausfällt, müssen die Aufsichtsgremien noch festlegen.

„Wir werden alles tun, um unsere Sparer vor Minuszinsen zu bewahren“, kündigte Sparkassenchef Gunther Wölfges für 2017 an, fügte aber im gleichen Atemzug hinzu: „sofern nicht der Wettbewerb uns zu einem anderen Verhalten zwingen sollte.“ Mehr als 180 000 Wuppertaler haben bei der Stadtsparkasse insgesamt rund 215 000 Privatkonten eingerichtet. 2000 neue Girokonten kamen 2016 hinzu. Damit liegt der Marktanteil der Stadtsparkasse in Wuppertal bei 66 Prozent, bei den Geschäftskunden beträgt er sogar mehr als 70 Prozent.

Mit seinen Vorstandskollegen Axel Jütz und Patrick Hahne will Gunther Wölfges die analogen und digitalen Angebote am Bedarf der Kunden ausrichten. „Erfolgreich – nah am Menschen“ – so lautet die Überschrift für das Jahr 2017. „Wir werden an allen bestehenden Filialen in Wuppertal festhalten, auch wenn sich dort die Inhalte der Beratungsangebote verlagern werden. Die Kunden sollen die analoge oder digitale Welt so vorfinden, wie sie sich diese – made in Wuppertal – wünschen“, sagte Axel Jütz.

Alle 35 Spakassen-Filialen sollen bestehen bleiben

2016 kam mit der Sparkassen-Filiale, die im Uni-Shop angesiedelt ist, die 35. Filiale hinzu. Zum Netz gehören 26 Selbstbedienungsstandorte und 97 Geldautomaten. Dieser vergleichsweise hohe Aufwand bei der Infrastruktur muss finanziert werden und schlägt sich neben anderen Faktoren in einem geringeren Betriebsergebnis als im Vorjahr nieder (2015: 54,6 Millionen Euro; 2016: 45,5 Millionen Euro).

Die Stadtsparkasse will trotz der wachsenden technischen Möglichkeiten im Online-Banking nicht auf die Beratung in der realen Welt verzichten. Patrick Hahne stellte neuere Formen des Online-Banking wie die Foto-Überweisung oder die App für das Überweisungssystem Kwitt vor. Mit 30 Millionen virtuellen Kundenkontakten ist die Internetfiliale bereits heute der mit Abstand am meisten frequentierte Weg des Kunden zur Sparkasse. 60 verschiedene Abschlüsse seien über die Internet-Filiale  möglich.

Gunther Wölfges wies auf die Baufinanzierung als eine der Dienstleistungen hin, bei der die persönliche Beratung nicht durch digitale Angebote zu ersetzen sei. Der Bau des eigenen Hauses ist für viele Menschen die oft wichtigste wirtschaftliche Entscheidung ihres Lebens“, sagte Wölfges. 2016 wurde von der Stadtsparkasse die Rekordsumme von 1,12 Milliarden Euro bei Kreditneubewilligungen erzielt. Den Löwenanteil machte dabei die Baufinanzierung aus. Die eigene Immobilie werde von immer mehr Menschen als der bedeutendste Teil der Altersvorsorge angesehen“, so Wölfges.

Über die Spendenplattform „Gut Für Wuppertal“, die die Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Westdeutschen Zeitung anbietet, flossen bereits 565 254  Euro in Wuppertaler Projekte.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer