Vohwinkeler Reisegruppe um Dirk Montanus fuhr zum REC-Filmfest nach Berlin.

Vohwinkel. „Das war schon eine tolle Sache“, sagt Dirk Montanus. Mit fünf Preisträgern des Jungen-Wettbewerbs „222 Sekunden Filmfestival“ reiste der Erzieher des Jugendhauses Vohwinkel-Mitte nach Berlin zum REC-Filmfestival. Die 17- bis 18-jährigen Jungen hatten alle ihre Filme mitgenommen, und Montanus hatte den Beitrag der Vohwinkeler Jugendlichen „Mutig, mutig!“ ebenfalls eingereicht. Letzterer war in die engere Auswahl gekommen, konnte angesichts der starken Konkurrenz aber keinen Preis erringen.

„Die Qualität der Filme war recht hoch, es waren viele Produktionen von Filmstudenten darunter“, erzählt Montanus. Aus der ganzen Welt seien junge Filmemacher nach Berlin-Tempelhof gekommen. „Das war ein internationales Flair, es wurde viel Englisch gesprochen und auch auf Englisch moderiert.“

Diese Atmosphäre faszinierte die Wuppertaler. „Viele gute und interessante Filme waren dabei, die einen selbst inspirieren können“, findet Danny Grob. Sein Kollege Erasmus Lippert pflichtet ihm bei: „Ich finde es toll, dass eine solche Städtepartnerschaft jungen Menschen wie uns so etwas ermöglicht.“

Wichtigster Punkt für die Gruppe war ein Workshop, bei dem sich die Medienwerkstätten der Partnerstädte von Tempelhof und Schöneberg austauschten. Rund 30 Leute aus sechs Städten kamen dabei ins Gespräch. „Wir haben uns gegenseitig unsere Einrichtungen vorgestellt und viel über die eingereichten Filme, aber auch über das Filmen allgemein diskutiert“, berichtet Montanus. Da die Gäste aus den Partnerstädten alle im gleichen Jugendgästehaus untergebracht waren, trafen sie sich auch bei den Mahlzeiten und konnten so viel miteinander reden.

Tatort-Produzentin gibt wertvolle Tipps

Auch an den anderen Tagen sahen die Jungen viele Filme ihrer Konkurrenten an. Sie interessierten sich für deren Themen, Ausdrucksmöglichkeiten und auch Kamera-Einstellungen und Hintergründe zur Entstehung der Filme. „Manchmal herrschte etwas Unverständnis, warum genau dieser Film im Wettbewerb erfolgreich war und der eigene nicht“, verrät Montanus. Er selbst hat die ausführlichen Argumentationen der Jury als sehr hilfreich empfunden.

Ein Teil der Jungen nahm auch an einem Workshop für Steadycams teil – ein Halterungssystem für Kameras, das Bilder mit wenig Verwackeln ermöglicht. Auch der Vortrag einer Tatort-Produzentin gab den Jungen wertvolle Anregungen.

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