Wuppertal hat ein einmaliges Zeichen gesetzt - und das gleich von zwei Seiten. Mit ihrem Schulterschluss haben die, denen es an den Kragen gehen soll, demonstriert, dass sie nicht die Köpfe hängen lassen. Dabei hat die Gemeinschaftsaktion nicht nur gezeigt, dass sich die Initiativen, die vom Spardiktat bedroht sind, nicht gegeneinander ausspielen lassen.

Sie hat auch deutlich gemacht, wie groß die Solidarität auf der anderen Seite ist. Aus allen Stadtteilen, aus allen Gesellschaftsschichten, aus allen Generationen strömten die Gäste ins Schauspielhaus. Das ist beeindruckend - aber auch ein Zeichen, das (zu) spät kommt. Hätten in den Vorjahren mehr Wuppertaler reguläre Vorstellungen gesehen, hätte die Diskussion darüber, ob zwei Spielstätten benötigt werden, gar keine Basis. Der beste Schutz für ein Theater sind und bleiben konstante Zuschauerzahlen.

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer