Kleine Photovoltaikanlagen können bis zu 400 kWh im Jahr erzeugen.

Wuppertal. Als „Stecker-PV“ werden kleine Photovoltaikanlagen mit geringer Leistung bezeichnet, die an normale Steckdosen angeschlossen werden. Auf diesem Weg speisen sie Strom direkt in das Hausnetz ein. Typische Stecker-PV-Anlagen sind nur zwei bis vier Quadratmeter groß und können auf Balkonen und Terrassen platziert werden. Sie sind deshalb auch als „Balkonsolar“ bekannt. Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom aus dem Solarmodul in Wechselstrom um. Der fließt über ein Anschlusskabel direkt über einen Stecker in eine normale Steckdose.

Bei einer unverschatteten Südlage könnte solch eine „Balkonanlage“ 400 kWh Strom jedes Jahr erzeugen, das ist deutlich mehr, als ein moderner Kühlschrank verbraucht. Damit Stecker-PV auch in Deutschland legal genutzt werden kann, muss eine Norm des VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) angepasst werden. Hieran wird aktuell gearbeitet. Der Vermieter hat ebenfalls ein Wörtchen mitzureden: Ohne seine Zustimmung darf ein Miethaushalt keine Photovoltaik-Anlage anbringen. Terminvereinbarungen bei der Verbraucherzentrale sind möglich unter Tel. 693758 06.

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