Nicht alles, was zu Weihnachten verschenkt wird, kommt gut an. Wir haben uns vor den City-Arkaden umgehört.

Nicht alles, was zu Weihnachten verschenkt wird, kommt gut an. Wir haben uns umgehört.
Wem sein Geschnek überhaupt nicht gefällt, kann es im glücklichsten Fall noch umtauschen – dementsprechend voll ist die Stadt derzeit. Symbol

Wem sein Geschnek überhaupt nicht gefällt, kann es im glücklichsten Fall noch umtauschen – dementsprechend voll ist die Stadt derzeit. Symbol

Sabine Krüger: „Dieses Jahr habe ich zum Glück einen Anlagetisch zu meiner Nähmaschine geschenkt bekommen - und keine Bratpfanne wie letztes Jahr.“

Marius Borkenhagen und seine Freundin Jutta Uebelmann: „Von meiner Tante bekommen wir jedes Jahr die gleichen, fürchterlich schmeckenden Kekse. Anstandshalber probieren wir aber immer einen davon.“

Charlotte Dworzak: „Mein Onkel hat mir vor zwei Jahren eine super hässliche Brosche geschenkt. Ein riesiger brauner Klotz. Aber das war sicher lieb gemeint.“

Gerade in der Adventszeit sind die Einkaufszentren voll. Archiv

dpa, Bild 1 von 5

Wem sein Geschnek überhaupt nicht gefällt, kann es im glücklichsten Fall noch umtauschen – dementsprechend voll ist die Stadt derzeit. Symbol

Wuppertal. Die Bescherung unter dem Weihnachtsbaum kann mitunter ein spannender Moment sein – gefällt das Geschenk, das der Beschenkte da gerade auspackt? Trotz eines anständig-jauchzenden „Oh, toll, danke!“ kann das eine oder andere Geschenk ein richtiger Reinfall sein. Wir haben uns vor den City-Arkaden umgehört, welche unpassenden Geschenke die Wuppertaler schon auspacken durften.

Marius Borkenhagen und seine Freundin Jutta Uebelmann wissen jedes Jahr aufs Neue, was ihnen blüht: Borkenhagens Tante verschenkt nämlich jedes Jahr die gleichen Kekse. „Und die schmecken einfach nicht“, muss Marius Borkenhagen zugeben. Trotzdem wird immer brav wenigstens ein Keks probiert. Beim gegenseitigen Beschenken ist das junge Paar sehr treffsicher unterwegs: „Meistens kaufen wir uns gemeinsam etwas Besonderes. Dieses Jahr eine Siebträger-Kaffeemaschine“, sagt Jutta Uebelmann.

Peter Saleh hat ein Socken-Trauma. „Jahrelang gab es immer wieder Socken zu Weihnachten“, erzählt der 48-Jährige. „Deshalb schenken wir jetzt nur noch das, was vorher gemeinsam ausgesucht wurde.“

Ein erschreckend unweihnachtliches Geschenk musste der 32-jährige Jan Berger einmal entgegennehmen: Nämlich eine Klobürste. „Tatsächlich war das ein Wink mit dem Zaunpfahl. Eine wortlose Kritik an dem Zustand meines Badezimmers.“ Wofür er aber Verständnis gehabt habe.

Markus und Nadine Düster haben sich und ihre Kinder beschenkt und sind sehr zufrieden: „Mein Mann hat mir tolle Ohrringe geschenkt, und über den schönen, selbst gebastelteten Kalender meiner Tochter habe ich mich auch sehr gefreut“, so die Mutter. Tochter Nele-Michelle (10) ist glücklich: „Ich habe eine Gitarre und Sachen zum Nähen bekommen.“ Und auch Sohn Felix-Pascal (7) gefallen seine Geschenke: „Der Elektrobaukasten und das ferngesteuerte Auto sind gut.“ Vater Markus hat seinen lang gehegten Wunsch erfüllt bekommen - eine X-Box-Konsole.

Carsten Schneider nimmt es humorvoll: „Grau-beige Socken wären nicht unbedingt nötig gewesen.“ Dafür durfte er sich über ein klassisches, schwarzes Sakko freuen: „Das werde ich dann zum nächsten festlichen Anlass tragen.“

Jenny Boek schaut ihren Ehemann liebevoll an: „Das schönste Geschenk ist eine Smart-Watch. Von jemand anderem habe ich noch eine Weihnachtstüte erhalten, in der eine halbe Kekspackung, eine halbe Pfeffernüssepackung und dazwischen Weingummis und Bonbons waren – das fand ich ziemlich eklig. Aber die Kinder haben sich gefreut“, lacht Boek.

Julian Kuptz wurde auch überrascht: „Mein Vater hat mir spät, aber doch mein erstes Modellauto geschenkt: einen Ford Mustang – ein echter Klassiker. Und dann gab es noch Fifa 17 für die „Playsi“.

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