Peter Jung will Aushängeschild der Stadt erhalten.

Wuppertal. Die umstrittene Fusion des Wuppertaler Sinfonieorchesters mit den Bergischen Symphoniker ist endgültig vom Tisch. Oberbürgermeister Peter Jung hatte gestern anlässlich des ersten Sinfoniekonzertes nicht nur Grußworte für die Jubiläen der Konzertgesellschaft und ihres Chors mitgebracht. Jung sprach endlich aus, was nach langem Ringen und lebhaften Diskussionen Resultat ist: „Wir können uns nicht vorstellen, dass diese Stadt kein eigenes Sinfonieorchester hat.“

Jung spricht von großer Kraftanstrengung

Nun ist es also heraus und die Stadtspitze bezieht eindeutig Stellung: Es wird keine Fusion bergischer Orchester geben. Daher sei das zur Aufführung anstehende Requiem keinesfalls ein Abgesang. Jung: „Wir unternehmen eine riesige Kraftanstrengung, um der Stadt das absolute Aushängeschild als Dreiklang von Sinfonieorchester – Stadthalle - Kamioka zu erhalten.“

Kamioka bleibt bis 2019

Und da es ein Morgen der Verkündigungen sei, habe er gleich noch eine Neuigkeit dabei: „Gute Gespräche mit Herrn Kamioka haben ergeben, dass er uns auch 2014 bis 2019 erhalten bleibt.“ Jung wertete dies als positives Signal für Wuppertal und er betonte nochmals seine Bereitschaft, diese Aushängerschilder der Stadt hochzuhalten. Kamioka hatte in der WZ zuvor erklärt, dass er nur in Wuppertal bleiben werde, wenn es zu keiner Fusion der Orchester kommen werde.

Der Vorsitzende der Konzertgesellschaft, Lutz-Werner Hesse, attestierte dem Sinfonieorchester, die Position als Lokalmatador längst verlassen zu haben. Er versprach in seinem Grußwort, das Sinfonieorchester nicht nur als Förderer wie bisher, „in guten wie in schlechten Zeiten“ zu unterstützen. Ihm war das Signal, das Jung gab, wichtig: „Vor ideeller und materieller Unterstützung durch Privatpersonen musste ein klares Bekenntnis der Stadt stehen.

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