Vor dem leerstehenden Haus Nummer 45 wuchert das Unkraut.

Um Fußgänger zu schützen, ist der Gehweg abgesperrt worden. Jetzt wuchert dort das Unkraut.
Um Fußgänger zu schützen, ist der Gehweg abgesperrt worden. Jetzt wuchert dort das Unkraut.

Um Fußgänger zu schützen, ist der Gehweg abgesperrt worden. Jetzt wuchert dort das Unkraut.

Andreas Fischer

Um Fußgänger zu schützen, ist der Gehweg abgesperrt worden. Jetzt wuchert dort das Unkraut.

Arrenberg. Wer durch die Simonsstraße kommt, dem fällt auf, dass vor Hausnummer 45 auf dem Bürgersteig ein durch rotweiße Baken geschütztes Wildkräuter-Biotop entstanden ist. Böse Zungen werden von Unkraut sprechen, dessen längste Pflanze zwischenzeitlich stattliche zwei Meter Höhe erreicht hat.

Die rotweißen Baken stellen natürlich ein Verkehrshindernis dar, sollen allerdings tatsächlich Fußgänger, Kinderwagen und Rollstuhlfahrer vor der „Schrott-Immobilie“ schützen, die seit Jahren unbewohnt vor sich hingammelt.

Laut Stadt laufen in Kürze Fristen für den Eigentümer ab

Sieht die altrosa-gelbe Fassade bis auf die marode Haustür noch recht passabel aus, so ist das Innere wohl so beschaffen, dass laut Peter Schäfer vom Bauamt niemand mehr das Gebäude betreten möchte.

Außerdem gehe von dem mittlerweile auch einsturzgefährdeten Dach eine zusätzliche Gefahr aus. „Der Eigentümer wohnt in Niedersachsen, und wir haben ihm Fristen gesetzt, die in Kürze ablaufen“, sagt Schäfer, der die nächsten Schritte skizziert. „Dann greift die Bauordnung. Ein Statiker wird das Gebäude begutachten, und dann werden die nächsten Schritte geplant.“

Ein Abriss dürfte schwierig werden

Die Enge zwischen den Häuserschluchten der Simonsstraße, die eine Parallelstrecke zur Haupt-Verkehrsader Friedrich-Ebert-Straße darstellt, dürfte bei einem eventuellen Abbruch eine zusätzliche Schwierigkeit bedeuten. Die üppige botanische Vielfalt auf dem Bürgersteig wird also erst einmal weiter sprießen und gedeihen.

Daran besteht begreiflicherweise seitens des aktiven Vereins „Aufbruch Arrenberg“ kein Interesse, wobei deren Vorsitzender Hans-Georg Walter zwar eine schnelle Beseitigung dieses Schandflecks fordert, einen Abbruch aber als allerletzte Möglichkeit ansieht.

„Wenn da eine Baulücke entstehen würde, die eventuell durch einen modernen Neubau gefüllt wird, dann würde das das Gesamtbild inmitten der alten Häuser in diesem Quartier stören. Schöner wäre es, wenn sich ein Investor fände und die Fassade erhalten bliebe“, sagt Walter, der seine Hilfe anbietet. „Vielleicht können wir mit dem unserem Verein zur Verfügung stehenden Netzwerk bei der Suche helfen.“

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