Für Silvester verstärkt Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher die Präsenz in der Stadt. Auch mehr Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Für Silvester verstärkt Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher die Präsenz in der Stadt. Auch mehr Feuerwehrleute sind im Einsatz.
Im Schatten der Kölner Silvesterereignisse 2015/16 setzt auch Wuppertal auf stärkere Polizeipräsenz.

Im Schatten der Kölner Silvesterereignisse 2015/16 setzt auch Wuppertal auf stärkere Polizeipräsenz.

Stefan Fries

Im Schatten der Kölner Silvesterereignisse 2015/16 setzt auch Wuppertal auf stärkere Polizeipräsenz.

Wuppertal. Wuppertal kommt sicher ins neue Jahr. Dafür will Birgitta Radermacher sorgen. Die Chefin der Kreispolizeibehörde Wuppertal-Solingen-Remscheid schickt mehr Beamte auf die Straße. Außerdem versetzt sie mehr Polizisten in Rufbereitschaft. „Die Personalstärke steigt um bis zu 30 Prozent“, sagt die Polizeichefin.

Dabei richtet sich die Einsatzstärke nach der Uhr. Je später der Abend, desto mehr Polizei. Bin in die frühen Morgenstunden sorgen die Beamten dafür, dass sich Nachtschwärmer überall in der Stadt sicher fühlen können.

Dazu sollen auch die Wachen am Döppersberg in Elberfeld und am Alten Markt beitragen“, sagt Polizeispreche Detlev Rüter.

Hintergrund für die größeren Anstrengungen sind vor allem die Vorkommnisse in der Silvesternacht des vergangenen Jahres. Damals soll es um den Kölner Dom zahllose Übergriffe von Männern aus nordafrikanischen Staaten auf Frauen gebeben haben. Hunderte von Anzeigen beschäftigten die Ermittlungsbehörden monatelang. Zwar kam es nur zu ganz wenigen Verurteilungen, dass es zu für Frauen entwürdigenden und bedrohlichen Situationen gekommen ist, steht aber außer Zweifel.

In Wuppertal sind solche Szenen, zumal in dieser Häufung, eher unwahrscheinlich. Erstens gibt es in der Stadt keine Plätze, auf denen in der Größenordnung der Domplatte in Köln Silvester gefeiert würde. Zweitens wird der Hauptbahnhof von den zuständigen Behörden in Berlin nicht als unsicher eingestuft.

Anlass der erhöhten Sicherheitslage sind die Vorfälle in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof. Damals wurden mehrere Frauen auf der Domplatte von Männern sexuell belästigt. In der Folge gab es mehrere Gerichtsprozesse.

Dass die Polizei dennoch verstärkt unterwegs ist, hängt auch mit dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis viele Bürger zusammen. Es ist vor allem Psychologie.

Sehr konkret sind dagegen die Einsätze der Feuerwehr an jedem letzten Tag im Jahr. „Über Tag sind 150 Frauen und Männer im Einsatz, inklusive Rettungsdienst“, sagt Matthias Nocke (CDU). Er ist im Rathaus der Dezernent auch für Sicherheit und Ordnung. Für die Nacht sei die Zahl der Feuerwehrleute inklusive Rettungsdienst gegenüber den Vorjahren um zehn erhöht worden. „Alkohol, Pyrotechnik – das wird immer mehr“, sagt Nocke und begründet damit den größeren Personaleinsatz.

Der städtische Ordnungsdienst ist Silvester nicht im Einsatz. Er unterstützt in diesen Tagen zwar die Arbeit der Polizei am Wintermarkt in Elberfeld. Aber den Jahreswechsel übernimmt die Polizei allein. „Das ist so abgesprochen“, erklärt Nocke. Außerdem ist es geübte Praxis.

Seit Jahren schon beteiligt sich der städtische Ordnungsdienst nicht mehr am Silvestereinsatz. Versuche hatte es zwar gegeben, doch im Alltag stellte sich heraus, dass die gemeinsame Arbeit in der letzten Nacht des Jahres nicht sinnvoll ist. „Meine Mitarbeiter dürfen im Ernstfall ja ohnehin nicht eingreifen“, sagt Nocke. Das sei Sache der Polizeibeamten.

 

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