Es muss nicht immer Chemie zum Einsatz kommen, rät der Verbraucherschutz.

Es muss nicht immer Chemie zum Einsatz kommen, rät der Verbraucherschutz.
Ricarda Moser von der Verbraucherzentrale.

Ricarda Moser von der Verbraucherzentrale.

Ferenc Sabo

Ricarda Moser von der Verbraucherzentrale.

Wuppertal. Wenn Schädlinge im Haus und Garten Hof halten, sind das richtige Mittel und durchschlagenden Strategien gefragt, um die Störenfriede in die Flucht zu schlagen. Vom Spray übers Pulver bis hin zu Klebefallen und Elektroverdampfern bietet der Handel hierbei eine Vielzahl an Vertreibungs- und Bekämpfungsprodukten an.

Doch Produktetiketten und Gebrauchsanleitungen wie auch die Beratung im Handel warten hierbei vielfach nur mit mangelhaften Informationen auf „Gifthaltige Schädlingsbekämpfungsmittel gehören wegen der möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt auf keinen Fall in Laienhand“, warnt Ricarda Moser Umweltberaterin der Verbraucherzentrale in Wuppertal vor allzu sorglosem Einsatz von chemischen Keulen.

Vorratsschädlinge: Vorbeugen ist besser als bekämpfen. Wer neu gekaufte Lebensmittel auf möglichen Befall kontrolliert, nicht zu große Mengen einlagert und die Vorräte in verschließbare Behälter füllt, schiebt dem Einzug der lästigen Plagegeister einen wirksamen Riegel vor. Lästige Insekten: Fliegen, Mücken und Motten kann man am besten mit mechanischem Schutz zu Leibe rücken. Fenstergaze, Moskitonetze oder Fliegenklatsche sind hier Helfer, die auch Laien nicht im Stich lassen. Vorsicht bei Elektroverdampfern gegen Mücken: Sie belasten die Innenraumluft und können besonders die Gesundheit von Kranken, Säuglingen und Haustieren gefährden.

Nimmersatte Nacktschnecken: Bei einer Invasion der Plagegeister ist Absammeln umweltverträglicher als Schneckengift. Kahlfraß von Blumen und Gemüse können Hobbygärtner vermeiden, indem Pflanzen im Garten Einzug halten, die Nacktschnecken verschmähen. Intensiv riechende Kräuter wie Rosmarin und Thymian oder giftige Pflanzen wie Eisen- und Fingerhut halten die unersättlichen Weichtiere fern. Krabbel- und Nagetiere: Wenn Kakerlaken, Taubenzecken, Pharaoameisen oder Ratten sich im oder am Haus aufhalten, sind dies Fälle für einen professionellen Schädlingsbekämpfer. Kammerjägereinsatz ohne chemische Keulen: Auch beim Schädlingsprofi sollten Kunden darauf bestehen, dass möglichst unbedenkliche Mittel, zum Beispiel Köderdosen, Gele und Fallen statt Sprays und Verneblungsmitteln, eingesetzt werden. Informationen über notwendige Sicherheitsvorkehrungen oder Schutzmaßnahmen und mögliche Innenraumbelastungen dürfen nicht fehlen.

» Beratungsstelle Wuppertal, Schloßbleiche 20, Tel. 693758- 01

www.verbraucherzentrale.nrw

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