Seenotretter planen für die Heimatstation in Maasholm einige Veränderungen.

Seenotretter planen für die Heimatstation in Maasholm einige Veränderungen.
Das Seenotrettungsboot „Wuppertal“ in seinem Einsatzrevier auf der Ostsee vor Schleimünde. Foto DGzRS/W. Wohlers

Das Seenotrettungsboot „Wuppertal“ in seinem Einsatzrevier auf der Ostsee vor Schleimünde. Foto DGzRS/W. Wohlers

Das Seenotrettungsboot „Wuppertal“ in seinem Einsatzrevier auf der Ostsee vor Schleimünde. Foto DGzRS/W. Wohlers

Wuppertal. Zum Ende der Saison für die Freizeitschifffahrt haben die Seenotretter die Bilanz der bisherigen Hilfeleistungen veröffentlicht. Mit insgesamt 98 Einsätzen belegte die Station Maasholm an der Schleimündung dabei Platz zwei hinter Laboe und vor Cuxhaven. 84 Mal waren dabei die hauptamtlichen Retter mit dem Seenotkreuzer „Nis Randers“ im Einsatz, 14 Mal die freiwillige Besatzung des Seenotrettungsbootes „Wuppertal“. Hinzu kommen 27 Kontroll- und Ausbildungsfahrten im Revier, auf denen sich die Mannschaft der „Wuppertal“ für den Ernstfall fit machte.

Nachhaltig in Erinnerung wird den Rettern um Vormann Steffen Ottsen ein Einsatz am Pfingstmontag bleiben. Ein 70-jähriger Segler war während eines Wendemanövers bei starkem Wind ohne Rettungsweste ganz in der Nähe der Station von seinem Boot in die Schlei gestürzt und in kurzer Zeit ertrunken.

Aus dem Umfeld der „Wuppertal“ berichtet die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), dass für das kommende Jahr die Kiellegung eines Nachfolgers für den 1990 in Dienst gestellten Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ vorgesehen ist. Es handelt sich um die dann sechste, modifizierte Einheit der bewährten 20-Meter-Klasse. Sie soll 2018 in dem noch im Ausbau befindlichen Hafen Olpenitz in Schleswig-Holsteinstationiert werden.

Die DGzRS teilt dann ihre Doppelstation an der Schleimündung in die Liegeplätze Maasholm und Olpenitz. Das Seenotrettungsboot der Freiwilligen-Crew, das hauptsächlich Einsätze im Nahbereich und schleiaufwärts fährt, wird auch künftig im dortigen Fischereihafen liegen.

Station an der Ostsee gehört zu den Spitzenreitern der Statistik

Auch über einen modernen, leistungsfähigen Nachfolger für die „Wuppertal“ hat sich die DGzRS bereits erste Gedanken gemacht. Die Außerdienststellung des 1993 gebauten Seenotrettungsbootes und dessen Ersatz durch einen Neubau soll in wenigen Jahren erfolgen. Ein genauer Zeitpunkt dafür steht allerdings noch nicht fest.

Insgesamt sind die Seenotretter auf Nord- und Ostsee allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2016 bereits mehr als 1800 Mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen haben dabei knapp 600 Menschen aus Seenot gerettet oder aus Gefahr befreit. Einsatzstärkste Region war dabei die Schleswig-Holsteinische Ostseeküste mit 626 Einsätzen. Red

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